Das United Nations Office for Disaster Risk Reduction hat mit dem Framework for Disaster Statistics (FDS) einen neuen internationalen Referenzrahmen vorgestellt, der die systematische Erfassung und Auswertung von Katastrophendaten weltweit verbessern soll. Vor dem Hintergrund zunehmender Naturgefahren, wachsender Schadenssummen und komplexer Krisenlagen wird die Bedeutung belastbarer und vergleichbarer Daten für wirksame Risikosteuerung und Vorsorge immer deutlicher.
Im Zentrum des Frameworks steht die Entwicklung einheitlicher Konzepte, Definitionen und methodischer Ansätze für Katastrophenstatistiken. Ziel ist es, nationale Statistiksysteme dabei zu unterstützen, Daten zu Schäden, Verlusten und Auswirkungen von Katastrophen konsistent zu erfassen und besser miteinander vergleichbar zu machen. Damit schafft das FDS eine wichtige Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen im Katastrophenrisikomanagement und unterstützt zugleich die Umsetzung des Sendai Framework for Disaster Risk Reduction.
Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, bestehende Datenlücken zu schließen und unterschiedliche Datenquellen – etwa aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis – stärker zu integrieren. Der Rahmen richtet sich insbesondere an nationale Statistikämter, Behörden im Bevölkerungsschutz sowie internationale Organisationen und Forschungseinrichtungen. Insgesamt wird deutlich: Eine verbesserte Datengrundlage ist entscheidend, um Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen gezielt zu steuern und die Resilienz von Gesellschaften nachhaltig zu stärken.
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(Bildquelle: unsplash)

