Plattform zur Flut­katastro­phe 07/2021

Im Rahmen der Flutkatastrophe 2021 hat das DKKV eine Plattform ins Leben gerufen um eine Austauschmöglichkeit für Forschende, Praktizierende und Interessierte zu bieten, Synergien zu schaffen und Doppelforschung zu vermeiden. Auf dieser Plattform sind allgemeine Informationen des DKKV zur Flutkatastrophe, inklusive der in diesen Rahmen erschienen Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe, sowie der Flutverteiler und Forschungsaktivitäten zu finden.

Bericht und Allgemeine Informationen des DKKV

Flutverteiler

Aktuelle Forschungsaktivitäten

Veröffentlichungen

Aktuelle Informationen

Bericht und Allgemeine Informationen des DKKV

Die Flutkatastrophe im Juli 2021 verursachte Schäden in Höhe von 33 Mrd. EUR und forderte etwa 190 Todesopfer in ganz Deutschland – beides Höchstwerte in den letzten 60 Jahren. So einschneidend die Konsequenzen der Ereignisse sind, so wichtig ist es auch, diese in voller Offenheit und Breite aufzuarbeiten. Aus diesem Anlass veröffentlichte das DKKV eine neue Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe, widmete dem Thema einen Newsletter, aktualisierte das DKKV Starkregen Statement und die dazugehörige Themenseite und trug Opfer- und Schadensdaten zur Flut 2021 aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zusammen.

Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe Nr. 62 "Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in Deutschland"

Diese Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe fasst die Ursachen, den Ablauf und die Folgen der Flutereignisse zusammen. Der Bericht bietet einen Überblick über Aktivitäten der Aufarbeitung, erste Lessons to Learn und Handlungsempfehlungen. 

Die gesamte Ausgabe der Schriftenreihe Nr. 62 können Sie hier downloaden. Gedruckte Exemplare können über die Geschäftsstelle bestellt werden. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne info(at)dkkv.org. 

 

Pressemitteilung zur Veröffentlichung der DKKV-Schriftenreihe Nr.62

„Wir müssen uns heute auf den Weg hin zu einer resilienteren Gesellschaft machen, indem wir gemeinsam Brücken bauen, die uns vernetzen und den Wissensaustausch stärken “, so Katja Dörner, Vorstandsvorsitzende des DKKV und Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn. Darüber sind sich auch die Autor:innen der 62. Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe einig.

Die Pressemitteilung fasst Inhalte und Ziele des Berichtes zusammen.

Opfer- und Schadensdaten zur Flut 2021 in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen des Email-Verteilers Flut2021 bereitete das DKKV im Februar 2022 einige Opfer- und Schadensdaten der Flut 2021 auf, die von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz und vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz (LSJV – RLP) angefragt worden sind. Darunter fallen unter anderem Informationen, wie die Anzahl betroffener Menschen, der beschädigten/zerstörten Häuser, von zerstörten Brücken, der betroffenen Krankenhäuser, etc.

Die Aufbereitung finden Sie hier.

Themenseite Starkregen

Im Rahmen des Email-Verteilers Flut2021 bereitete das DKKV im März 2022 einige Opfer- und Schadensdaten der Flut 2021 auf, die vom Referat 32 Staatliche Krisenvorsorge, Krisenmanagement der Landesregierung, Schutz Kritischer Infrastruktur, Zivile Verteidigung des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angefragt worden sind. Darunter fallen unter anderem Informationen zum Wiederaufbau, zu Todeszahlen oder auch Schäden an Bauwerken und anderen Infrastrukturen. Darüber hinaus wird auf den Zwischenbericht zur Flutkatastrophe 2021 des Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie des Bundesministerium für Finanzen verwiesen.

Die Aufbereitung finden Sie hier.

WebTalk: Pre-Lauch der DKKV-Schriftenreihe Nr. 62

Im Rahmen eines Pre-Launch Events, welches am 06. Juli 2022 stattfand, wurden einem großen Publikum Einblicke in die neue Ausgabe der DKKV Schriftenreihe gegeben. Beim Pre-Launch haben Ronja Winkhardt-Enz (DKKV) und Dr. Rainer Bell (Universität Bonn) den Hintergrund und die Inhalte der DKKV-Schriftenreihe Nr. 62 vorgestellt. DKKV-Geschäftsführer Benni Thiebes ging darüber hinaus auf erste Lehren für die Zukunft ein.

Zur Aufnahme des Events geht es hier.

Opfer- und Schadensdaten zur Flut 2021 in Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen des Email-Verteilers Flut2021 bereitete das DKKV im März 2022 einige Opfer- und Schadensdaten der Flut 2021 auf, die vom Referat 32 Staatliche Krisenvorsorge, Krisenmanagement der Landesregierung, Schutz Kritischer Infrastruktur, Zivile Verteidigung des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angefragt worden sind. Darunter fallen unter anderem Informationen zum Wiederaufbau, zu Todeszahlen oder auch Schäden an Bauwerken und anderen Infrastrukturen. Darüber hinaus wird auf den Zwischenbericht zur Flutkatastrophe 2021 des Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie des Bundesministerium für Finanzen verwiesen.

Die Aufbereitung finden Sie hier.

Newsletter: Flutkatastrophe 2021 – Vom Starkregen zur Katastrophe

Im Rahmen des Email-Verteilers Flut2021 bereitete das DKKV im März 2022 einige Opfer- und Schadensdaten der Flut 2021 auf, die vom Referat 32 Staatliche Krisenvorsorge, Krisenmanagement der Landesregierung, Schutz Kritischer Infrastruktur, Zivile Verteidigung des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angefragt worden sind. Darunter fallen unter anderem Informationen zum Wiederaufbau, zu Todeszahlen oder auch Schäden an Bauwerken und anderen Infrastrukturen. Darüber hinaus wird auf den Zwischenbericht zur Flutkatastrophe 2021 des Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie des Bundesministerium für Finanzen verwiesen.

Die Aufbereitung finden Sie hier.

DKKV-Statement: Starkregen Ursachen, Folgen, Handlungsbedarfe

Im Rahmen des Email-Verteilers Flut2021 bereitete das DKKV im März 2022 einige Opfer- und Schadensdaten der Flut 2021 auf, die vom Referat 32 Staatliche Krisenvorsorge, Krisenmanagement der Landesregierung, Schutz Kritischer Infrastruktur, Zivile Verteidigung des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angefragt worden sind. Darunter fallen unter anderem Informationen zum Wiederaufbau, zu Todeszahlen oder auch Schäden an Bauwerken und anderen Infrastrukturen. Darüber hinaus wird auf den Zwischenbericht zur Flutkatastrophe 2021 des Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie des Bundesministerium für Finanzen verwiesen.

Die Aufbereitung finden Sie hier.

ÜBERGREIFENDE LEHREN AUS DER FLUTKATASTROPHE 2021

Ein Schlüsselaspekt der Resilienz ist die Fähigkeit zu lernen, sich anzupassen und weiterzuentwickeln. In diesem Sinne müssen Krisen- und Katastrophenereignisse aufgearbeitet werden, um sich für künftige Ereignisse besser zu positionieren. Im Folgenden finden Sie 12 Lektionen, die Sie aus einer übergreifenden Perspektive lernen können. Sie basieren auf Berichten, Analysen, Workshops und Diskussionen und sind nur die ersten, da viele Studien noch laufen. Grundsätzlich sind die meisten der zusammengestellten Lehren nicht neu und wurden in ähnlicher Form bereits in der Vergangenheit festgehalten. Dennoch hat die Flutkatastrophe gezeigt, wie aktuell und relevant diese Lehren noch immer sind.

STÄRKUNG DES RISIKOBEWUSSTSEINS UND DER FORTSCHRITTLICHEN RISIKOKULTUR

Um in Krisen angemessen reagieren und Risiken vorausschauend bewerten zu können, bedarf es einer gesellschaftlichen Risikowahrnehmung und einer proaktiven Risikokultur, die nicht nur häufig wiederkehrende, sondern auch seltene, einmalige Ereignisse berücksichtigt. Dies erfordert Strategien, um in einem positiven Rahmen über Risiken zu sprechen. Auf diese Weise kann eine offene Kommunikation über potenzielle Gefahren und ein verbessertes Risikobewusstsein erreicht werden.

Verbesserung der Risikokommunikation

Neben der Risikowahrnehmung ist eine sachliche Risikokommunikation eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Krisenkommunikation. Dazu müssen Risiken ganzheitlich kommuniziert werden, einschließlich der Gefährdung, der Verwundbarkeiten sowie der Schutzmöglichkeiten. Die Rolle des Einzelnen kann durch attraktive, gesamtgesellschaftliche und zielgruppenorientierte Formate z.B. auf Stadtfesten oder in Schulen in den Vordergrund gestellt werden.

Fokus auf Prävention

Zahlreiche Studien zeigen, dass Prävention kosteneffizienter ist als Nachsorge. Sie ist aber nicht nur Aufgabe der Politik, sondern muss von der Bevölkerung selbst umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Vorbereitung eines Notfallrucksacks, die Überprüfung von Schutzmaßnahmen und Versicherungen sowie die Nutzung von Warn-Apps. Der Fokus auf die Vorsorge muss weiterhin mit einer effektiven Risikokommunikation verknüpft werden, damit die bekannten Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden.

Bessere Risikoanalysen

Unter anderem wegen der fehlenden Berücksichtigung historischer Extremereignisse und lokal höherer Wasserstände, zum Beispiel durch die Verstopfung von Brücken, haben bestehende Gefahrenkarten die Hochwasserkatastrophe teilweise falsch eingeschätzt. Neben einer umfassenden Modellierung müssen Risikoanalysen auch besonders gefährdete Personengruppen berücksichtigen und eine Grundlage für die Planung von Evakuierungen liefern.

Mehr Raum für Flüsse und mehr Wasserspeicher

Durch blau-grüne Infrastruktur und Hochwasserrückhaltebecken kann der Abfluss reduziert, zwischengespeichert und verzögert werden. Beim Hochwasserschutz sollten auch naturnahe Lösungen wie die Wasserspeicherung in Überschwemmungsgebieten stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig sollte diskutiert werden, ob ein Rückzug von Siedlungen in bestimmten Gebieten sinnvoll ist. Auch die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels müssen stärker in die Raumplanung integriert werden.

Verbesserung der Sicherheit kritischer Infrastrukturen

Schäden an kritischen Infrastrukturen (CRITIS) – darunter Kommunikationsnetze, Strom- und Gasversorgung und Krankenhäuser – haben dazu geführt, dass die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Die zentrale Bedeutung von KRITIS für das gesellschaftliche Zusammenleben erfordert einen besseren Schutz dieser Infrastrukturen durch stärkere Berücksichtigung in Risikoanalysen sowie konkrete Schutzziele.

Überdenken der Frühwarnsysteme

Aufgrund der Herausforderungen bei der Warnung der Bevölkerung wurde mit der Funkzellenausstrahlung und dem Ausbau des Sirenennetzes bereits eine Verbesserung der Warninstrumente eingeleitet. Darüber hinaus muss die Gefahrenlage für verschiedene Zielgruppen greifbar und verständlich kommuniziert und mit Handlungsanweisungen verbunden werden. Die Kommunikationswege müssen zielgruppengerecht sein und z.B. Alter und Sprache berücksichtigen.

Robustere Krisenkommunikation und -management

Die Auswirkungen der Flutkatastrophe auf die einzelnen Krisenteams wirkten sich auch auf das Krisenmanagement aus, was z. B. die Bewältigung von Rettungsmaßnahmen einschränkte. Schwierigkeiten können durch geübte Verfahren, organisationsübergreifende Übungen und den Einsatz erfahrener Experten verringert werden. Robustere Kommunikationsmaßnahmen verbessern die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und die Koordination der Rettungsmaßnahmen.

Bessere Koordinierung erforderlich

Einsatzkräfte und Freiwillige sollten von ausgebildeten Experten koordiniert werden. Neben den professionellen und freiwilligen Einsatzkräften sollen auch die ungebundenen Spontanhelfer besser eingebunden werden. Mit der Einrichtung des Gemeinsamen Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz (GeKoB) ist der Bund nun stärker in die Koordination im Krisenfall eingebunden.

Notfallübung

Um eine wirksame Reaktion im Katastrophenfall zu ermöglichen, müssen Katastrophen und Evakuierungen regelmäßig sowohl mit den Einsatzkräften als auch mit der Bevölkerung geübt werden. Diese sollten auf Risikobewertungen beruhen und besonders gefährdete Gruppen und deren gezielte Unterstützung bei der Evakuierung berücksichtigen.

Angemessene Materialien für den Katastrophenschutz

Die Einsatzkräfte haben bereits eine Reihe von Lehren aus dem Katastrophenmanagement gezogen. Unter anderem wurden Defizite bei der Ausrüstung der Einsatzkräfte deutlich. Zur verbesserten Ausrüstung gehört nicht nur die technische Ausrüstung, sondern auch eine bessere persönliche Schutzausrüstung.

Nicht nur wieder aufbauen, sondern "Build Back Better"

Die Diskussionen über die Gestaltung des Wiederaufbaus begannen bereits kurz nach der Flutkatastrophe. Der Wiederaufbau sollte als Chance für eine resiliente Transformation verstanden werden und unter dem Aspekt “Build Back Better” gestaltet und umgesetzt werden. Für einen nachhaltigen und resilienten Wiederaufbau sind neben der wissenschaftlichen Begleitung auch interkommunaler Austausch und Kooperation notwendig.

Flutverteiler

Wollen Sie auf dem neusten Stand bleiben, mit anderen Forschenden aber auch Praktizierenden und Interessierten in Kontakt kommen und Synergien knüpfen?
Für den weiteren Austausch haben wir einen gemeinsamen (moderierten) Email-Verteiler unter Flut2021(at)dkkv.org eingerichtet, der bereits über 200 Mitglieder hat. Um sich dort anzumelden, kontaktieren Sie gerne info(at)dkkv.org mit Ihren Kontaktdaten oder tragen Sie sich in das bereitgestellte Formular ein.  

Nach den ersten, gemeinsamen Online-Konferenzen sind weitere Austauschtreffen in Planung. Die nächsten Termine werden jeweils über den Flutverteiler vermittelt.  

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Aktuelle Forschungsaktivitäten

Die Geschehnisse zu Starkregen und Hochwasser im Juli 2021 werden derzeit von vielen Institutionen wissenschaftlich untersucht. So einschneidend diese Ereignisse bzgl. der Konsequenzen sind, so wichtig ist es auch, diese in der Breite aufzuarbeiten. Dies ist auch eine große Chance, die Forschung hier übergreifend und integrativ durchzuführen.  

Da viele Arbeiten wie Umfragen und Datenabfragen parallel erfolgen, biete diese Seite die Möglichkeit zum Abgleich laufender Untersuchungen zur Hochwasserkatastrophe 2021. Hiermit wollen wir erreichen, dass Synergien zwischen Forschungsarbeiten ermöglicht werden und Doppelforschung vermieden werden kann.  

Es geht hier insbesondere um Untersuchungen, die Daten- und Informationsabfragen bei Externen erfordern. Informieren Sie uns auch gerne über generelle Untersuchungen zum Hochwasser. Dies soll u.a. dabei helfen, Ansprechpartner:innen für Vergleiche von Studien zu finden, sich bei Datensammlungen abzugleichen etc. Natürlich hilft es auch, bei z.B. Umfragen einer Ermüdung der Befragten vorzubeugen. 

Forschen auch Sie zur Hochwasserkatastrophe?

Veröffentlichungen

Aktuelle Informationen

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