Ein aktueller Radiobeitrag des Deutschlandfunk greift die Frage auf, wie gut die Bevölkerung in Deutschland auf Krisensituationen vorbereitet ist, und stellt dabei Ergebnisse des Projekts PREP der RPTU Kaiserslautern-Landau vor. Die Befunde zeigen deutliche Defizite in der individuellen Notfallvorsorge: Weniger als die Hälfte der Bevölkerung hat sich bislang überhaupt mit dem Thema auseinandergesetzt.

Zugleich wird deutlich, dass zentrale Empfehlungen des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) häufig nicht umgesetzt werden. So sollten Haushalte in der Lage sein, sich im Krisenfall mindestens zehn Tage lang selbst zu versorgen – etwa mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. Tatsächlich können jedoch nur rund 45 % diese Vorgabe erfüllen, und nur ein Teil davon auch ohne Stromversorgung. Besonders häufig fehlen ausreichende Wasservorräte sowie stromunabhängige Ausstattung.

Als zentrale Ursachen werden ein geringes Problembewusstsein sowie ein starkes Vertrauen darauf genannt, dass staatliche Stellen im Ernstfall die Versorgung sicherstellen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Aufklärung und Bildung, um die Eigenvorsorge zu stärken und die Resilienz der Bevölkerung langfristig zu erhöhen.

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(Bildquelle: unsplash)