Die World Meteorological Organization (WMO) hat ihren aktuellen Bericht State of Global Water Resources 2025 veröffentlicht. Der Bericht untersucht die Entwicklung von Flussabflüssen, Grundwasser, Bodenfeuchte, Schnee und Eis sowie weiteren Komponenten des globalen Wasserkreislaufs und zeigt deutliche regionale und langfristige Veränderungen.

Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist die zunehmende Variabilität der Wasserverfügbarkeit. 2025 lagen die Flussabflüsse auf rund 36 % der untersuchten globalen Einzugsgebietsfläche unter dem Normalwert. Gleichzeitig erreichten in verschiedenen Regionen extreme Niederschläge und Hochwasser erhebliche Ausmaße. Damit zeigt sich zunehmend ein Nebeneinander von Wasserüberschuss und Wasserknappheit.

Auch die langfristige Entwicklung der terrestrischen Wasserspeicher ist relevant. Seit etwa 2015 ist ein negativer Trend bei der insgesamt an Land gespeicherten Wassermenge zu beobachten. Dazu zählen unter anderem Grundwasser, Bodenfeuchte, Seen, Flüsse sowie Schnee und Eis. Besonders bei den Grundwasserständen wurden in mehreren Regionen über längere Zeiträume Defizite festgestellt.

Deutlich sichtbar sind die Veränderungen zudem bei den Gletschern. 2025 war das vierte Jahr in Folge, in dem alle großen vergletscherten Regionen einen Nettoverlust an Eismasse verzeichneten. Weltweit gingen im hydrologischen Jahr rund 408 Gigatonnen Gletschermasse verloren. Der Rückgang ist nicht nur für den Meeresspiegel relevant: In Regionen, die auf saisonales Gletscherschmelzwasser angewiesen sind, können sich dadurch langfristig die verfügbaren Wasserressourcen verändern.

Der Bericht betrachtet außerdem die Auswirkungen von Dürren und Hochwasserereignissen. Besonders in Asien und Afrika waren in den vergangenen Jahren zahlreiche Regionen sowohl von erheblichen Wasserdefiziten als auch von Überschwemmungen betroffen. Die WMO betont daher die Bedeutung einer besseren Überwachung des Wasserkreislaufs und einer stärkeren Nutzung hydrologischer Daten für Vorsorge und Anpassung.

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