Mit dem Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS) hat die Bundesregierung eine neue zentrale Plattform zur bundesweiten Beobachtung und Bewertung von Niedrigwasserlagen gestartet. Das System bündelt erstmals deutschlandweit einheitlich Informationen zu Wasserständen, Abflüssen, Grundwasserständen, Bodenfeuchte und Niederschlägen und stellt diese für Behörden, Kommunen, Unternehmen und die Öffentlichkeit bereit. Dadurch soll eine bessere Einschätzung aktueller Wasserlagen ermöglicht und die Grundlage für frühzeitige Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen geschaffen werden.

Hintergrund für die Entwicklung von NIWIS sind zunehmende Trockenperioden und die daraus entstehenden Belastungen für Flüsse, Grundwasser und wasserabhängige Bereiche. Wiederkehrende Niedrigwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Deutschland gegenüber Wasserknappheit und sinkenden Wasserständen zunehmend verwundbar ist. Besonders betroffen sind unter anderem Landwirtschaft, Schifffahrt, Energieversorgung und Industrie. Auch die wirtschaftlichen Folgen von Niedrigwasser können erheblich sein, beispielsweise durch Einschränkungen von Transportwegen oder Beeinträchtigungen von Produktionsprozessen.

Das neue Informationssystem soll dazu beitragen, Risiken früher zu erkennen und Maßnahmen gezielter einzuleiten. Durch die Zusammenführung bisher teilweise regional getrennter Daten schafft NIWIS eine einheitliche Informationsgrundlage für den Umgang mit Wasserknappheit. Damit stärkt das System den datenbasierten Bevölkerungsschutz und unterstützt die Anpassung an die zunehmenden Folgen des Klimawandels. Weitere Informationen finden Sie hier.

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