Ein heftiges Sturmtief hat im Südosten Spaniens zu extremen Regenfällen und schweren Überschwemmungen geführt. Vor allem in den Provinzen Valencia und Alicante fielen innerhalb von 24 Stunden ortsweise mehr als 600 Liter Regen pro Quadratmeter; stellenweise mehr als das Doppelte einer durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge.
Die enormen Wassermassen überfluteten Straßen, Wohngebäude und Campingplätze. Mehrere Tausend Menschen mussten evakuiert werden oder flüchteten auf die Dächer überfluteter Gebäude, während die Rettungskräfte mit Booten und Hubschraubern im Dauereinsatz waren. Die Behörden verhängten für betroffene Gemeinden zeitweise Ausgangssperren und riefen hohe Notfallstufen aus. Mindestens vier Menschen kamen durch die Unwetter ums Leben. Auch auf den Balearen kam es zu Einschränkungen wie Flugverspätungen und vorsorglichen Schulschließungen, wenngleich das Unwetter dort schwächer ausfiel als befürchtet.
Meteorolog:innen weisen darauf hin, dass die Frequenz und Intensität solcher Extremwetterereignisse durch den fortschreitenden Klimawandel spürbar zunehmen. Das aktuelle Sturmtief trifft auf eine Region, die nach dem heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn von extremen Temperaturschwankungen und verstärkten Starkregenrisiken betroffen ist. Die Ereignisse unterstreichen erneut die Dringlichkeit robuster Vorsorge- und Warnstrukturen sowie einer klimaresilienten Infrastruktur im Mittelmeerraum.
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