Der DKKV-Förderpreis für die Jahre 2025 und 2026 wurde feierlich im Rahmen der 20-Jahr-Jubiläumsfeier des Studiengangs Katastrophenvorsorge und Management (KaVoMa) verliehen. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen können, Risiken besser zu verstehen, Vorsorgemaßnahmen weiterzuentwickeln und die gesellschaftliche Resilienz zu stärken.
DKKV-Förderpreis 2026:
In der Kategorie Bachelor wurde Petra Krämer von der Technischen Hochschule Mittelhessen für ihre Arbeit „Herausforderungen und Lösungsansätze eines Abwasserausfalls im Krankenhaus am Beispiel eines Notfalltoilettenkonzepts – eine qualitative Analyse“ ausgezeichnet. Die Arbeit untersucht die Herausforderungen eines Abwasserausfalls in Krankenhäusern. Auf Basis von Experteninterviews entwickelt sie ein Notfalltoilettenkonzept und zeigt, wie hygienische Versorgung, organisatorische Vorbereitung und psychosoziale Aspekte in der Krisenbewältigung berücksichtigt werden können.
Den Masterpreis erhielt Fabian Flöck von der United Nations University EHS und der Universität Bonn für seine Arbeit „Animal Rescue in Disaster Response: Operational Resources for Bushfire and Flood Events in the Greater Sydney Region“. Er untersucht die Tierrettung bei Buschfeuern und Überschwemmungen im Großraum Sydney. Die Ergebnisse zeigen Herausforderungen bei der Koordination, beim Zugang zu Katastrophengebieten und bei der Einbindung des Tierschutzes in bestehende Einsatzstrukturen. Daraus leitet er Empfehlungen für eine bessere Integration der Tierrettung in das Katastrophenmanagement ab.
Der DKKV-Förderpreis 2026 wurde durch die DRF Luftrettung unterstützt. Das DKKV bedankt sich für die Förderung. Ein besonderer Dank gilt außerdem den Jury-Mitgliedern des Jahres 2026, die mit ihrer fachlichen Expertise und ihrem Engagement die eingereichten Arbeiten bewertet und die Auswahl der Preisträger ermöglicht haben. Wir danken Franziskus Hören-Bayer, Dr. Dominik Brill, Dr. Cordula Dittmer, Dr. Susanna Mohr und Dr. Jörg Braun.
DKKV-Förderpreis 2025:
In der Kategorie Bachelor wurde Luisa Fuest von der RWTH Aachen für ihre Arbeit „Entwicklung eines QGIS-Plugins zur Quantifizierung von Gebäudeschäden bei Überschwemmungen“ ausgezeichnet. Sie entwickelte ein Plugin für das Geoinformationssystem QGIS, das satellitenbasierte Hochwasserdaten mit Gebäudeinformationen verknüpft. Damit lassen sich überflutete Gebäude und die Dauer ihrer Überflutung analysieren – ein Beitrag zur datenbasierten Bewertung von Hochwasserereignissen.
Den Masterpreis erhielt Cennet Abs von der Universität Bonn für ihre Arbeit „Bedarfsanalyse und Konzept für ein Unterrichts-Kompendium zum Bevölkerungsschutz für die Schulklassen 10 bis 12“. Ihre Arbeit entwickelt ein Rahmenkonzept, um Themen des Bevölkerungsschutzes systematisch im Schulunterricht zu verankern. Sie zeigt, wie junge Menschen durch geeignete Lernmaterialien und Unterrichtskonzepte in ihrer Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden können.
Der DKKV-Förderpreis 2025 wurde durch die ADAC Luftrettung unterstützt. Auch hierfür spricht das DKKV seinen herzlichen Dank aus.
Der DKKV-Förderpreis zeichnet seit 2018 herausragende Abschlussarbeiten aus, die innovative Impulse für die Katastrophenvorsorge und das Katastrophenrisikomanagement setzen. Die Bachelorarbeiten werden mit 500 Euro, die Masterarbeiten mit 1.000 Euro prämiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine zweijährige Young-Professional-Mitgliedschaft im DKKV. Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und zum Förderpreis finden Sie auf der Webseite des DKKV.: https://dkkv.org/ueber-uns/dkkv-foerderpreis/

