Acht Hilfs- und Rettungsorganisationen haben sich am 13. Oktober 2026 in Berlin gemeinsam für Nachbesserungen an der geplanten Reform der Notfallversorgung ausgesprochen. Unter dem Motto „Notfallversorgung sichern – Finanzierung verlässlich. Mitsprache verbindlich.“ bekräftigten der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die ADAC-Luftrettung, der Deutsche Feuerwehrverband, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die DRF Luftrettung, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst ihre zentralen Forderungen. Unterstützt wurden sie dabei vom Deutschen Städtetag und dem Deutschen Landkreistag.

Grundsätzlich begrüßen die Organisationen die geplante Reform, sehen jedoch insbesondere bei der Finanzierung und der Beteiligung der Praktiker weiteren Handlungsbedarf. Sie fordern klare gesetzliche Regelungen, die eine dauerhafte Finanzierung der Notfallrettung sicherstellen. Nur so könne der Rettungsdienst langfristig einsatzbereit bleiben, hohe Qualitätsstandards erfüllen und ausreichend Fachkräfte gewinnen. Darüber hinaus sprechen sich die Organisationen für eine angemessene und stimmberechtigte Beteiligung in dem geplanten bundesweiten Fachgremium aus, das künftig unter anderem Rahmenempfehlungen für die Notfallrettung entwickeln soll.

Am 15. Oktober 2026 hat der Deutsche Bundestag die Reform der Notfallversorgung beschlossen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in Akut- und Notfällen besser zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, Notaufnahmen und vertragsärztlichem Notdienst zu verbessern. Die Forderungen der beteiligten Organisationen verdeutlichen dabei, dass neben strukturellen Veränderungen auch verlässliche Rahmenbedingungen und die Einbindung derjenigen entscheidend sind, die die Notfallversorgung täglich sicherstellen.

Eine leistungsfähige Notfallversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der Krisenbewältigung und des Bevölkerungsschutzes. Die Diskussion um die Reform unterstreicht, wie wichtig eine nachhaltige Finanzierung, klare Zuständigkeiten und die enge Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteuren sind, um auch in komplexen Krisenlagen eine zuverlässige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

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