Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat am 9. Oktober 2026 den Naturgefahrenreport 2026 veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen die zunehmenden Herausforderungen durch Naturgefahren und die Frage, wie Schäden durch vorausschauende Vorsorge reduziert werden können. Der Report beleuchtet den Umgang mit Naturgefahren von der Prävention über die Bewältigung akuter Krisen bis hin zum Wiederaufbau und zeigt, wie unterschiedliche Akteure zur Stärkung der Resilienz beitragen können.

Starkregen, Sturzfluten, Hitze, Sturm und Hagel gefährden Gebäude, Infrastruktur, Unternehmen und landwirtschaftliche Flächen. Die Schadenbilanz für das Jahr 2025 fiel mit rund zwei Milliarden Euro an versicherten Naturgefahrenschäden vergleichsweise moderat aus. Dies bedeutet jedoch keine Entwarnung: Die langfristige Entwicklung und zunehmende Hitze verdeutlichen, wie wichtig eine systematische Vorbereitung auf zukünftige Extremereignisse ist. Der GDV betont daher die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen, einer vorausschauenden Planung sowie der Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen und Bevölkerung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem erweiterten Datenservice zum Naturgefahrenreport. Dieser stellt umfangreiche Statistiken, interaktive Grafiken und Karten zu versicherten Schäden durch Naturgefahren bereit. Neu sind unter anderem langfristige Schadenparameter für einzelne Land- und Stadtkreise sowie erweiterte Zeitreihen auf Bundesländerebene. Die Daten können dazu beitragen, regionale Risikounterschiede besser zu verstehen, Entwicklungen über längere Zeiträume nachzuvollziehen und Maßnahmen der Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge gezielter zu planen.

Der Naturgefahrenreport verdeutlicht, dass ein wirksamer Umgang mit Naturgefahren nicht erst im Katastrophenfall beginnt. Entscheidend ist, Risiken frühzeitig zu erkennen, aus vergangenen Ereignissen zu lernen und Prävention als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. Damit liefert der Report wichtige Impulse für eine vorausschauende und evidenzbasierte Katastrophenvorsorge.

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