Landschaftsbrände
Diese Seite gibt einen umfassenden Überblick über Landschaftsbrände, deren Ursachen und Folgen. Sie gibt einen Einblick in die praktischen Herausforderungen und stellt die wichtigsten Institutionen vor, die am Management und Bekämpfung von der Landschaftsbränden beteiligt sind.
Der Inhalt dieser Themenseite wurde von der Arbeitsgruppe Feuerökologie und dem Global Fire Monitoring Center (GFMC) erstellt, eine gemeinsame Einrichtung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Freiburg, assoziiert mit dem Global Fire Management Hub.
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Wildfeuer und kontrollierte Feuernutzung
Landschaftsbrände sind Brände in der Vegetation von Natur- und Kulturlandschaften, die auch auf Siedlungen, Gewerbegebiete und kritische Infrastrukturen übergreifen können (GFMC). Je nach betroffenem Vegetationstyp werden in der deutschen Umgangssprache neben dem Begriff Waldbrand ein Brand im Offenland als Flächenbrand oder Vegetationsbrand verwendet; hierunter fallen beispielsweise auch Gras- und Torfbrände (BeSafeNet 2024). Der aus dem Englischen wildfire entlehnte Begriff „Wildfeuer“ wird für Brände verwendet, die ungewollt bzw. ungeplant und unkontrolliert brennen. In einigen Ökosystemen wie Savannen und Laubwäldern der Subtropen oder in den Nadelwäldern der nördlichen Breiten sind durch Blitzschlag entstandene Wildfeuer ein Teil der natürlichen Ökosystem-Dynamik (GFMC). Diese Vegetationstypen sind an regelmäßig auftretende Wildfeuer angepasst. Bedingt durch den Klimawandel zeichnet sich allerdings ab, dass Brände in diesen sich verändernden Ökosystemen zunehmend langfristige Schäden anrichten können.
In den Kultur- und Industrielandschaften können Wildfeuer erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit der Bevölkerung haben. Bei anhaltender Dürre, Hitze und starkem Wind können Wildfeuer eine extreme Größe und hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit erreichen. Neben der betroffenen Vegetation können landwirtschaftliche Anwesen, Randlagen von Ortschaften oder Gewerbegebiete, Infrastrukturen – einschließlich kritischer Infrastrukturen – ebenso beeinträchtigt werden, wie Landflächen, die durch Hinterlassenschaften der Gesellschaft kontaminiert sind. Hierzu zählen sowohl Müllablagerungen oder Altlasten ausgebrachter Chemikalien oder chemischer Unfälle, als auch radioaktiv kontaminierte Vegetation oder Böden (GFMC). Brände auf derartig belasteten Standorten können zur Mitverbrennung und unkontrollierter Emission aus Verbrennungsprodukten dieser für die Umwelt und Gesundheit gefährlichen Substanzen führen (GFMC).
Satellitensensoren erfassen Landschaftsbrände weltweit in zunehmend präziser räumlicher und zeitlicher Auflösung. Während in den Medien die von Satelliten detektierten Brände vorwiegend als Wildfeuer oder Waldbrände eingestuft werden, bilden diese registrierten aktiven Feuer auch kontrolliert angelegte Brände in Wäldern und auf Offenlandflächen ab – vor allem auf landwirtschaftlichen Flächen und Weideflächen. Diese Brennpraktiken gehen auf historische und teilweise sogar prähistorische Praktiken der Landnutzung zurück. Bei Nichtbeachtung tradierter und vor allem auf wissenschaftlicher Evidenz basierter Vorgaben können solche Landnutzungsfeuer allerdings außer Kontrolle geraten bzw. Schäden anrichten. Diese traditionell bewährten Verfahren Hmüssen heute aber zunehmend auf den Prüfstand gestellt werden, da sich das Klima rasant verändert und damit auch die Rahmenbedingungen für das kontrollierte Brennen. Die zunehmende Austrocknung vieler Landschaften kann in Zukunft dazu führen, dass historisch bewährte Praktiken nicht mehr angewendet werden sollten.
Auftreten weltweit, in Europa und in Deutschland
Der größte Anteil der weltweiten Landschaftsbrände – sowohl in Hinblick auf Anzahl als auch betroffene Flächen – treten in Graslandschaften, Savannen und anderen Offenlandschaften auf, insbesondere in Afrika und Australien sowie in Südasien und Südamerika. Etwa 20% der Brände sind Wildfeuer und Rodungsfeuer in Waldökosystemen (BeSafeNet 2024). Diese relativen und vor allem die absoluten Größenordnungen basieren auf der Auswertung von satellitengestützter Fernerkundung und variieren im Verlauf der Jahre. Verschiedene Portale öffentlicher und privater Institutionen sind ermöglichen den Zugang zu Echtzeit-Daten und Datenarchiven (GFMC-Portal Fernerkundung). Während in den letzten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts Landschaftsbrände (ohne landwirtschaftliche Flächenbrände) auf jährlich durchschnittlich etwa 680 Mio. Hektar (ha) (6,8 Mio. Quadratkilometer) verzeichnet wurden, hat sich diese Größenordnung in jüngerer Zeit verringert: Im Jahr 2025 waren es etwa 335 Mio. ha (GFMC Global Landscape Fire Damages Reports).
Die Statistiken für die Europäische Union zeigen in den vergangenen Jahren allerdings einen Anstieg der Brandflächen auf. So wurden insbesondere 2025 mehr als 1 Mio. ha Landschaftsbrände verzeichnet (EFFIS 2026) (Abb. 1).
Abb.1. Landschaftsbrände in den 27 Mitgliedsstaaten der EU 2010-2025 (EFFIS 2026).
Landschaftsbrände stellen auch in Deutschland eine zunehmende Herausforderung dar. Die rund 11,4 Mio. ha Waldfläche, die etwa 30% der Landesfläche Deutschlands ausmacht, sind zunehmend durch Brände gefährdet, insbesondere aufgrund der durch die Klimakrise bedingte Zunahme von länger anhaltenden Trockenperioden und Hitzewellen. Neben Wäldern sind auch Offenlandschaften, wie Heiden und trockengefallene Feuchtgebiete, von Bränden betroffen, die einen signifikanten Einfluss auf die Artenvielfalt haben. Auch in Deutschland sind die Ursachen für Landschaftsbrände vielfältig. Etwa 96% der Brände werden durch Menschen verursacht, wobei Fahrlässigkeit und Brandstiftung die Hauptursachen darstellen.
In Deutschland werden statistische Daten ausschließlich für Waldflächen erfasst. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wertet die jährlichen Berichte der Länder und des Bundes aus (BLE Waldbrandstatistik). Hierzu liegen Daten seit den 1970er Jahren bis 2025 vor. Rückblickend auf die letzten zwei Jahrzehnte zeigt sich seit 2018 ein Anstieg betroffener Waldbestände (Abb. 2). In diesen Zahlen können aber auch einzelne Nichtwaldflächen enthalten sein, wie beispielsweise in den gemeldeten Waldbrandflächen von Gohrischheide im Jahr 2025. In der Gemengelage der erfassten Brandflächen sind etwa ein Viertel Nichtwaldflächen enthalten.
Abb.2. Waldbrände in Deutschland 2007-2025 (BLE 2026)
Da der Umfang von Bränden im Offenland (alle Vegetationstypen außerhalb der Waldflächen einschließlich Naturschutzgebiete) und auf landwirtschaftlichen Flächen statistisch nicht erfasst werden, können hilfsweise Satellitendaten ausgewertet werden (EFFIS 2026; Our World in Data 2026). Diese sind bislang nicht in vergleichbarer Genauigkeit vorhanden, wie die terrestrisch erhobenen Waldbrandflächen, da beispielsweise EFFIS nur Brände ab einer Größe von 30 ha berücksichtigt. Diese Satellitendaten zeigen daher in den Ländern, in denen viele Waldbrände Flächen unter der Ausbreitungsgröße von 30 ha unter Kontrolle gebracht werden, ein unvollständiges Bild. Sie zeigen aber Größenordnungen der Offenlandbrände auf, die in einigen Jahren weit über den Waldbrandflächen liegen (Abb.3 und 4).

Abb.3. Brandflächen in allen Landschaftstypen in Deutschland erfasst von EFFIS 2013-2026 (einschließlich Juni 2026). EFFIS erfasst nur Brände >30 ha. Damit gehen die vorwiegend kleinen Brände auf Waldflächen verloren – hingegen sind darin auch Brände im Offenland enthalten (EFFIS 2026).
Abb.4. Von Bränden betroffene Landschaftsflächen in Deutschland 2007-2022 auf Grundlage verschiedener Erdbeobachtungssysteme und im Vergleich zu den Waldbranddaten der BLE. Auch diese Daten zeigen, dass Offenlandbrände in Deutschland in einigen Jahren einen größeren Umfang haben als Waldbrände (Our World in Data 2026).
Obwohl Laubwälder, insbesondere Buchenwälder, in der Vergangenheit als weniger brandanfällig galten als vergleichsweise Nadelwälder, sind diese aufgrund von Dürreschäden zunehmend feuergefährdet (GFMC / G20-Bericht Bundesrepublik Deutschland 2023) (Abb. 5).
Abb.5. Waldbrände in Deutschland 2007-2025 nach Bestandsarten (Nadelwälder / Laubwälder) (BLE 2026)
Während „naturnahe Waldbewirtschaftung“ auf die Förderung der Artenvielfalt und der Kohlenstoffspeicherung abzielt, haben sich durch die zunehmende Ansammlung von Totholz und die eingeschränkte Zugänglichkeit geschützter Wälder Brände mit höherer Intensität und Schwere entwickelt, wie im Nationalpark Sächsische Schweiz oder im Nationalpark Harz im Jahr 2022. Während und nach der Brandsaison 2022 führten diese Brände zu einer teilweise kontrovers geführten öffentlichen Debatte zur Einschätzung bzw. Minderung des Waldbrandrisikos durch Aufgabe nachhaltiger forstwirtschaftlicher Nutzung, Walderschließung und Belassen von Totholz (GFMC 2023).
Rahmenbedingungen: Trockenheit und Hitzewelle
Bedingt durch den Klimawandel stellen sich seit einigen Jahren vermehrt Großwetterlagen ein, die warme und trockene Luftmassen von Nordafrika über Südwesteuropa bis nach Mitteleuropa und damit Hitzewellen und anhaltende Trockenheit bringen. Anhaltende Hochdruckgebiete blockieren die Westwinddrift und damit das Nachrücken von Tiefdruckgebieten mit Niederschlägen (DWD 2026).
Der Austrocknung der Böden in Wald und Offenland und dem Absinken des Grundwasserspiegels stehen Beobachtungen der Vitalität der Wälder in Deutschland gegenüber. In jährlichen bundesweiten Waldzustandserhebungen wird in einem Netz von Stichproben der belaubte Kronenzustand der Waldbäume als wichtiger Weiser für ihre Vitalität beobachtet. Als Folge der Trockenjahre 2018-2020 zeigt sich auch bei der letzten Erhebung im Jahr 2025 bei vielen Baumarten und Altersklassen eine unvermindert hohe Kronenverlichtung (Thünen-Institut für Waldökosysteme 2026). Nur etwa 21% aller untersuchten Bäume in den Wäldern Deutschlands sind ohne Kronenschaden (BMLEH 2026). Die Kombination von vermehrt auftretenden und längeren trockenen und heißen Großwetterlagen, der Absenkung der Bodenfeuchtigkeit, der Öffnung des Kronenraums und der Erhöhung des Totholzanteils (Abb. 6) ergibt sich in einigen Waldgebieten Deutschlands eine erhöhte Gefährdung durch Brände hoher Intensität und Schwere.
Abb.6. Eines der Ergebnisse der bundesweiten Waldzustandserhebung 2025: Entwicklung der Totholzanteile seit 1998 aufgeschlüsselt nach Unterkategorien (Thünen-Institut für Waldökosysteme 2026)
Das Risiko und die Ausbreitung von Landschaftsbränden lassen sich durch meteorologische Vorhersagen bestimmen. In vielen Ländern kommen Frühwarnsysteme zum Einsatz, die Brandgefahrenindizes auf Basis von Wetterdaten (u.a. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind), Geländeeigenschaften (wie Neigung, Ausrichtung) und Eigenschaften des Brennmaterials (z.B. Feuchtigkeitsgehalt von Gras, Bodenstreu, Totholz) erstellen (BeSafeNet 2024). Weltweit werden verschiedene Brandgefahrenindizes verwendet, um das das Risiko von Landschaftsbränden präzise zu bewerten.
Fire Weather Index (FWI)
Der FWI ist eine numerische Bewertung der Feuerintensität und wird als allgemeiner Index für die Brandgefahr in den bewaldeten Gebieten Kanadas verwendet (Canadian Forest Fire Danger Rating System). Er basiert auf den Mittagswerten der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und der Windgeschwindigkeit sowie der über 24 Stunden akkumulierten Niederschlagsmenge.
Waldbrandgefahrenindex (WBI)
Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) des Deutschen Wetterdienstes, der sich am kanadischen Fire Weather Index (FWI) orientiert und Konzepte aus den deutschen Baumgartner- und M68-Indizes integriert, berechnet die Feuerintensität basierend auf Faktoren wie Streufeuchte, Bodenfeuchte und Windgeschwindigkeit (DWD). Der WBI nutzt stündliche Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Niederschlag zur Bestimmung der Waldbrandgefahr und bewertet das meteorologische Potential für Waldbrände in fünf Gefahrenstufen von 1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr. Der Index wird täglich aktualisiert, jedoch sind lokale Abweichungen von den WBI-Vorhersagen möglich (DWD – WBI). Der DWD hat außerdem den Graslandfeuerindex (GLFI) entwickelt, der die Feuergefährdung von offenem, nicht beschattetem Gelände mit abgestorbenem Wildgras und ohne grünen Unterwuchs bewertet (DWD – GFLI).
Direkte Schäden und weitere Auswirkungen
Die Waldbrandstatistik für Deutschland beziffert die von Bund und Ländern erfassten Schäden an Waldbeständen im Durchschnitt für die Jahre 1991 bis 2025 auf jährlich € 1,9 Mio. und für 2025 auf ca. € 4,4 Mio. (BLE Waldbrandstatistik). Schadenserhebungen von Bränden auf Landwirtschaftsflächen und angrenzenden Siedlungen werden nicht systematisch erfasst – einzelne Beispiele zeigen signifikante Schäden. Die Kosten für die Bekämpfung von umfassen vor allem auch die Erstattung von Verdienstausfällen der Arbeitgeber bzw. selbständigen Einsatzkräfte freiwilliger Feuerwehren, die von Gemeinde bzw. dem Träger der Feuerwehr nach landesrechtlichen Regelungen erstattet werden. Diese Kosten werden auf bundesweiter Ebene statistisch nicht erfasst, überschreiten nach Schätzungen des GFMC bei Großbrandlagen bis zu zweistellige Millionenbeträge.
Abb.8. Brand in einem jungen Mischbestand von Kiefern und Birken
Schäden durch Waldbrände in Deutschland – Beispiele
- Niedersachsen (August 1975): 8.000 ha Wald und ca. 5.000 ha Moor-, Heide- und landwirtschaftliche Flächen; Einsatz von 15.000 Feuerwehrleute und 11.000 Bundeswehrsoldaten; 7 Todesopfer. Inflationsbereinigte Schäden der zerstörten Waldflächen sowie weitere unmittelbare Sachschäden: € 60-80 Mio.
- DDR (1976) 2.480 Brände auf insgesamt 5.900 ha Wald; wirtschaftlicher Schaden ca. 13 Mio. Mark.
- Sachsen (2022): Waldbrand Nationalpark Sächsische Schweiz auf 115 ha (ebenfalls betroffenes benachbartes Waldgebiet in Tschechien: 1.031 ha); wirtschaftliche Schäden ca. € 3 Mio. und Einsatzkosten von ca. € 10 Mio.
Schäden durch Feldbrände und Brände entlang von Ortsrandlagen – Beispiele
- Siegburg (NRW) (August 2018): Böschungsbrand entlang der Bahnstrecke beschädigt bzw. zerstört 8 Wohnhäuser – 32 Verletzte – 100 Anwohner betroffen.
- Groß Miltzow, Rekentin und Nienhagen (Mecklenburg-Vorpommern) (Juli 2021): Mehrere Feldbrände vernichten Getreidefelder, einen Mähdrescher, ein Feuerwehrfahrzeug; zwei Verletzte – Schaden ca. € 0.5 Mio.
- Falkenberg (Brandenburg) (Juli 2022): Brand auf einer Feld-Wald-Gemengelage greift auf eine Zuchtanlage für Schweine über – 500 Schweine getötet, 700 Anwohner der Ortslagen von Rehfeld und Kölsa evakuiert, 7 Einsatzkräfte verletzt.
- Altenreuth (Bayern) (Juni 2023): Wiesenbrand greift auf ein landwirtschaftliches Anwesen über: Zwei Scheunen, ein Stall und eine Garage vollständig zerstört, ein Wohnhaus erheblich beschädigt – Schaden ca. € 0,5 Mio.
Abb.9. Überspringen eines Feuers in einer Gemengelage von Wald, Feld und landwirtschaftlichen Anwesen
Die Auswirkungen von Landschaftsbränden betreffen nicht nur die Ökosysteme der Natur- und Kulturlandschaften, sondern auch die biogeochemischen Kreisläufe und damit die klimarelevante Zusammensetzung der Atmosphäre (Abb.7). Durch Feuer und Klimawandel bedingte Degradierung von ursprünglich biomassereichen Ökosystemen in verarmte Standorte hat eine Verlagerung des Kohlenstoffs in die Atmosphäre oder in die Ablagerung in Böden und Sedimenten zur Folge. Besonders problematisch für die Zerstörung von Ökosystemen und die Beeinträchtigung des lokalen, regionalen und weltweiten Klimas ist die Umwandlung natürlicher Waldökosysteme und Feuchtgebiete durch Rodung, Drainage und anschließender Verbrennung der pflanzlichen Biomasse. Bei dieser Umwandung in andere Landnutzung, beispielsweise in agro-industrielle Plantagen oder Weideflächen, kommt es nicht nur zu erheblichen Verlusten an Biodiversität, sondern auch zur Verlagerung des zuvor terrestrisch gespeicherten Kohlenstoffs in die Atmosphäre. Beispielsweise kann ein tropischer Regenwald in Bäumen, anderer Vegetation und im Boden zwischen 300 und 700 Tonnen Kohlenstoff speichern. Nach der „Waldverbrennung“ und Umwandlung in eine Viehweide werden nur noch 50 bis 150 Tonnen gespeichert – die Differenz ist dann rechnerisch ein Beitrag zu Erhöhung des anthropogenen Treibhauseffekts. Werden aber beispielsweise Wälder nach einem Wildfeuer wieder natürlich verjüngt bzw. aufgeforstet und über den Lebenszyklus des Waldökosystems wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, wird der zuvor emittierte Kohlenstoff wieder gebunden (DIE ZEIT 2021).

Abb.10. Emissionen von Landschaftsbränden beeinflussen die Zusammensetzung der Atmosphäre. Einige Spurengase tragen zum Treibhauseffekt bei. Im Gegensatz dazu reflektieren Aerosole einfallende Sonnenenergie und wirken dadurch kühlend (GFMC 1991).
Weitere Auswirkungen und Schäden – weltweit
Der Rauch von Landschaftsbränden hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung, da er gasförmige Verbindungen und Partikel enthält, die Atemwegserkrankungen verschärfen und langfristige Gesundheitsrisiken wie Krebs verursachen können (BeSafeNet 2024). Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Personen und Virusinfizierte (Umweltbundesamt 2023; WHO; WMO / GFMC). Schätzungen über weltweite durch Rauchbelastung aus Landschaftsbränden verursachte frühzeitige Todesfälle werden auf Größenordnungen zwischen 100.000 und 350.000 pro Jahr beziffert (GFMC Global Landscape Fire Damages Reports).
Weltweite Schäden durch Landschaftsbrände
Die jährlichen Schadenserhebungen des GFMC weisen für 2025 folgende Schäden auf (GFMC Global Landscape Fire Damages Report 2025):
Todesfälle
- 31 Einsatzkräfte (27 Bodenkräfte, 4 Besatzungsmitglieder von Luftfahrzeugen)
- 135 Zivilpersonen (Vorjahre zum Vergleich – 2024: 413; 2023: 332; 2022: 240; 2021: 162; 2020: 622; 2019: 253; 2018: 365; 2017: 303; 2016: 127) und 34 Vermisste
Verletzte
- 316 Einsatzkräfte
- 91 Zivilpersonen
Evakuierungen
- 839 Einzelpersonen
- 700 Familien
- 178 Wohngebäude
Wohngebäude
- 767 zerstörte private Wohngebäude
- 860 Beschädigte private Wohngebäude
Abb.11. Bei Nichtbeachtung von Sicherheitsvorkehrungen stellt die Rauchbelastung für Einsatzkräfte und betroffene Bevölkerung eine Gefahr für Gesundheit bis hin zu Todesfolgen dar.
Ein Großteil der Gebäude, die in urbanen Siedlungsräumen und Stadtrandlagen in Nordamerika und Australien durch Überspringen bzw. Flugfeuer aus Vegetationsbränden in Brand gesetzt werden, sind nicht oder nur teilweise in Vegetation eingebettet. Die Ausbreitung der Gebäudebrände im innerstädtischen Raum ist daher ein innerstädtisches Problem struktureller Brandanfälligkeit (GFMC / DKKV, GFMC/SMC). Die von den Versicherungen bzw. Rückversicherung gemeldeten Schäden betreffen vorwiegend versicherte Gebäude in Holzbauweise in den Industrieländern. Ein Beispiel sind die Brände innerhalb des urbanen Raums von Los Angeles, die nach Einschätzung der Münchener Rückversicherung Schäden von insgesamt $US 53 Mrd. verursachten, darunter versicherte Schäden in Höhe von $US 40 Mrd. (Munich Re 2026).
Forschung für die Praxis
Die an der Universität Freiburg seit 1974 begründete Grundlagenforschung in der Feuerökologie mündete 1979 in die Einrichtung der Arbeitsgruppe Feuerökologie, die sich in den 1980er und 90er Jahren zunehmend mit anwendungsorientierten Fragestellungen befasste, vornehmlich mit der Einführung des Kontrollierten Brennens im Naturschutz (GFMC 2014) und dem Wissenstransfer in Praxis (GFMC 2025). Nach dem Übergang der Arbeitsgruppe in das Max-Planck-Institut für Chemie im Jahr 1990 wurde das Global Fire Monitoring Center (GFMC) eingerichtet, das sich der Erforschung mit regionalen und globalen Auswirkungen von Landschaftsbränden und den Transfer dieses Wissens in Politik und Anwendung befasst (AG Feuerökologie, GFMC, GFMC-Konferenzen). Ab 2020 wurden in Deutschland zahlreiche zeitlich begrenzte Forschungsprojekte an verschiedenen universitären und anderen Forschungseinrichtungen auf den Weg gebracht. Hierbei wurden vor allem 22 Forschungs- und Modellvorhaben durch den Waldklimafonds gefördert, der gemeinsam durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und das Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) finanziert wird (FNR 2020).
Umsetzung der Forschung in Anwendung
Die Erfahrungen in der Prävention und Bekämpfung von Waldbränden in beiden Teilen Deutschlands gerieten nach der Wiedervereinigung weitgehend in Vergessenheit. Gründe hierfür lagen sowohl in den Veränderungen in Forst- und Landwirtschaft, in öffentlichen Verwaltungen und reduzierter Priorisierung des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes zum Ende des Kalten Kriegs. Mit dem sichtbaren Einsetzen der Klimakrise im Jahr 2018 und der offensichtlich erhöhten Verwundbarkeit der Natur- und Kulturlandschaft gegenüber Bränden ergeben sich Möglichkeiten, die Erkenntnisse aus Forschung und Technologieentwicklung in eine neue Orientierung von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren einzubringen. Wichtige Aktionsfelder adressieren u.a.:
- Erhöhung der Resilienz von Naturschutz, Forst- und Landwirtschaft: Definition und Lösung von Konflikten, die sich aus dem klimabedingten erhöhten Risiko von Landschaftsbränden und der Notwendigkeit der Erhaltung bzw. Förderung von Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung in Wäldern und im Offenland ergeben. Hierfür werden Konzepte entwickelt, die Landschaft in Hinblick auf das Feuerrisiko räumlich so zu gestalten, dass die verschiedenen Ökosystemleistungen geschützt bzw. gefördert werden, gleichzeitig aber das Risiko der Ausbreitung großflächiger und schwer zu beherrschender Brände reduziert wird – beispielsweise über Waldbrandschutzkorridore (GFMC / SMC 2022, DKKV / GFMC 2022).
- Brandbekämpfung: Die Verantwortung für die Bekämpfung von Landschaftsbränden liegt bei den 294 Landkreisen und den über 11.000 Gemeinden mit insgesamt 23.700 Freiwilligen Feuerwehren, die neben den etwa 100 Berufsfeuerwehren die Hauptlast zu tragen haben. Die Ausbildung und Ausrüstung von Feuerwehren profitiert von den Erfahrungen in den euro-mediterranen Ländern und den Empfehlungen nationaler Modellvorhaben.
- Feuer-Management als Querschnittsaufgabe: Neben den wichtigsten Akteuren in Forst- und Landwirtschaft und dem Brand- und Katastrophenschutz sind die Kommunen und insgesamt auch die Zivilgesellschaft gefordert (GFMC 2021, GFMC 2026).
Leitfaden zur Ausbildung in der Bekämpfung von Landschaftsbränden
Empfehlungen für die Ausbildung in der Vegetationsbrandbekämpfung der der Unterarbeitsgruppe Ausbildung und Taktik der Bund-Länder-offenen Arbeitsgruppe nationaler Waldbrandschutz (Anwendung bzw. Umsetzung obliegt den Bundesländern):
Ausbildungsmodule des Projekts Waldbrand – Klima – Resilienz (WKR)
- Modul 1: Einführung in das Feuerverhalten (2021)
- Modul 2: Feuer-Wetter (2022)
- Modul 3: Einsatztaktik (2023)
- Modul 4: Vegetationsbrand – Nachlöscharbeiten (November 2022)
- Modul 5: Werkzeuge und Ausrüstung (2024)
Gemeinsame Fachempfehlung von NROs (@fire, WBT, SKV)
Weitere internationale Ausbildungsmaterialien
- EuroFire Kompetenz-Standards und Ausbildungsmaterialien (GFMC; in 23 Sprachen)
- GFMC-Portal mit Zugang zu weiteren internationalen Richtlinien und Ausbildungsmaterialien
Weitere Online-Ressourcen
- Themensammlung Waldbrand (Waldwissen.net 2016)
Die Ausbildung der Task Force Landschaftsbrand in Freiburg umfasst wiederholtes Üben mit Handgeräten und Anlegen von Gegenfeuern zur Brandbekämpfung.
Beispiele der Umsetzung integrierter Modelle auf kommunaler Ebene
Hauptakteure in der Zusammenarbeit in den Gemeinden sind neben Forstbehörden und Feuerwehren auch weitere städtische Einrichtungen, wie Bauhöfe, Landwirtschaftsämter, Verkehrsbetriebe, Gesundheitsvorsorge, Polizei und Bundeswehr. Zwei Beispiele auf kommunaler Ebene:
Modell Stadt Freiburg i.Br. (Baden-Württemberg)
Beginnend im Jahr 2012 realisiert die Stadt Freiburg die Entwicklung eines integrierten und behördenübergreifenden Ansatzes zur Prävention und Bekämpfung von Landschaftsbränden. Hierfür wurde neben der Task Force Landschaftsbrand – bestehend aus zwei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr – auch das Forstpersonal speziell geschult und ausgerüstet. Die Task Force, die mit Handgeräten und Gegenfeuer arbeitet und auch in nicht befahrbarem Gelände eingesetzt wird, bewährte sich vor allem bei Waldbränden in den Jahren 2020 und 2022.
Modell Stadt Beelitz (Brandenburg)
Nach den Bränden, die die Ortsteile Fichtenwalde und Beelitz 2018 und 2022 bedrohten und 2022 auch Evakuierungen notwendig machten, ergriff die Stadtverwaltung Maßnahmen zur Absicherung der Ortsrandlagen durch Einrichtung von Waldbrandschutzkorridore, in denen das leicht brennbare Material entfernt und die Bodenvegetation bzw. Strauchschicht durch kontrollierte Beweidung niedrig gehalten wird
- Waldbrand-Webseite der Stadt Beelitz
- PreGraze – Waldbrandprävention mit Hilfe modellhafter biodiversitätsfördernder Maßnahmen
Weitere Online-Ressourcen
- International Richtlinien zur Sicherung von Siedlungen im Ländlichen Raum gegen Wildfeuer (Defence of Villages, Farms and Other Rural Assets against Wildfires: Guidelines for Rural Populations, Local Communities and Municipality Leaders) (in sechs Sprachen)
- Webseite Landschaftsbrände für Nutzung in Schulen und Zivilgesellschaft (Webseite „Naturgefahren“ des Europarats – BeSafeNet) mit Empfehlungen zu Eigenmaßnahmen in der Vorsorge und Risikominderung
- EIS GEGEN HEISS – Wie wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen (Leseprobe mit Kapitel Waldbrand) (Kiepenheuer & Witsch 2025)
- Klimawandel, Wetterextreme, Wald und Waldbrand: Eine Querschnittsaufgabe (Notfallvorsorge 2021)
- Klimawandel, Wald und Waldbrand – eine neue Lage (Kommunalpolitische Blätter 2022)
Kontrolliertes Brennen – Fokus Naturschutz und Kampfmittelbelastung
Die Anwendung von Feuer im Offenland und im Wald sind durch das Bundesnaturschutzgesetz und im Detail durch die landesrechtlichen Gesetze und Verordnungen weitgehend eingeschränkt bzw. verboten (Ländergesetze und Rechtsverordnungen betreffend Naturschutz, Immissionsschutz, Wald, Abfallbeseitigung). Ausnahmen sind dann möglich, wenn der Einsatz von kontrolliertem Feuer zur Erhaltung naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume im öffentlichen Interesse liegt, behördlich zugelassen oder durchgeführt wird und mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist (GFMC 2004). Die Erfahrungen in Deutschland (GFMC 2009, GFMC 2014) und in Mittel- und Nordeuropa zeigen weitgehende Erfahrungen und Erfolge in der Anwendung wissenschaftsbasierter Verfahren auf (GFMC 2010).
Abb.12. Artenreiche Zwergstrauchheiden und Binnendünen auf ehemaligen militärisch genutzten Flächen sind bei Ausbleiben von mechanischen Störungen oder Feuer unterliegen der Wiederbewaldung.
Dies betrifft vor allem die etwa 680,000 ha umfassenden aktiven und ehemaligen Truppenübungs- bzw. Schießplätzen – entsprechend knapp 2% der gesamten Landfläche Deutschlands. Hiervon sind 646.000 ha naturschutzfachlich relevant und 316.000 ha als FFH-Gebiete eingestuft – und davon bis zu 250.000 ha munitionsbelastet (Naturstiftung David). Auf vielen Übungsplätzen haben sich durch die militärische Nutzung – vor allem durch Fahrzeuge, Beschuss und Brände verursachte „ökologische Störungen“ – naturschutzfachlich wertvolle Offenlandlebensräume entwickelt. Hierunter fallen beispielsweise artenreiche Heiden und Sandmagerrasen, die früher weit verbreitetet waren, durch die intensive Landnutzung immer weiter zurückgedrängt wurden und letzte Refugien auf militärisch genutzten Flächen gefunden haben.
Auf Grundlage eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts wurde zwischen 2006 und 2014 ein Verfahren entwickelt, das den Einsatz von kontrolliertem Feuer zur Erhaltung von bedrohten Zwergstrauchheiden auf kampfmittelbelasteten Standorten und gleichermaßen zur langfristigen Beräumung von Kampfmitteln durch sichere Technik ermöglicht (GFMC). Dieses Verfahren wird in den Bundesländern nicht umgesetzt, so dass Brände auf diesen Standorten weiterhin schwer zu kontrollierten sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn im Rahmen der Biodiversitätsstrategie auf diesen Standorten Wildnisflächen ausgewiesen werden, in denen Kampfmittel dann nicht mehr beräumt werden können. Da die Biodiversitätsstrategie auch den Erhalt der an die Kulturlandschaft gebundenen Artenvielfalt fordert, gilt es tragbare Kompromisse zu finden (Naturstiftung David).
Abb.13. Kontrolliertes Brennen zur Erhaltung von Zwergstrauchheiden durch Zurückdrängen der Wiederbewaldung
Abb.14. Nach Freilegung nicht explodierter Munition durch kontrolliertes Brennen kann diese vor Ort gesprengt oder abtransportiert werden.
Internationale Zusammenarbeit
Behörden des Bundes und der Länder sowie wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen – in den Vereinten Nationen, multilateralen Organisationen und direkt bilateral und grenzübergreifend. Bei größeren Brandsituationen arbeiten Landkreise und Bundesländer grenzübergreifend zusammen. Ebenso werden entlang der Grenzen zu Nachbarländern grenzübergreifende Partnerschaften bei der Feuerbekämpfung gepflegt, beispielsweise entlang des Oberrheins zwischen Baden-Württemberg und Frankreich (Elsass), Brandenburg und Polen oder Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Weiterhin beteiligt Deutschland sich am EU-Katastrophenschutzverfahren.
Im internationalen Raum liegen eine Reihe von bilateralen und multilateralen Vereinbarungen zur Zusammenarbeit in der Prävention und Bekämpfung von Landschaftsbränden vor, beispielsweise zwischen den Mitgliedsstaaten der Association of South East Asian Nations (ASEAN) oder jeweils bilaterale Vereinbarungen zwischen Australien Kanada, Mexiko, Neuseeland, Südafrika und den USA; letztere Vereinbarungen beruhen unter anderem auf der jeweils nationalen Anwendung des Incident Command System (ICS), das einen Austausch von zertifizierten Experten zwischen den Ländern ermöglicht (GFMC).
Seit 2024 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland den von der Welternährungsorganisation (FAO) und dem UN-Umweltprogramm (UNEP) begründeten Global Fire Management Hub und dessen Arbeitsgruppe International Interoperability. Diese steht den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bei der Weiterentwicklung formeller Vereinbarungen zur Zusammenarbeit im Feuer-Management einschließlich gegenseitiger Hilfeleistung beratend zur Verfügung.
Das GFMC, das mit seinen neun Regionalzentren weltweit in den Kontinenten an der Science-Policy-Practitioners Interface (SPPI) tätig ist (GFMC), unterstützt den Aufbau des Global Fire Management Hub. Dabei dient die Arbeit des GFMC und der Regionalzentren weniger der Information der Öffentlichkeit, sondern der Politikberatung und Unterstützung der Umsetzung zum Aufbau von Kapazitäten im Integrierten Feuer-Management auf nationalen und grenzüberschreitenden Ebenen.
Behörden des Bundes und der Länder sowie wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen – in den Vereinten Nationen, multilateralen Organisationen und direkt bilateral und grenzübergreifend.
Vereinte Nationen
Nach der Einrichtung des GFMC durch Mittel des Auswärtigen Amts als Beitrag Deutschlands an die Vereinten Nationen (1998) geht das GFMC seit 2023 in den Global Fire Management Hub über. Deutschland – vertreten durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat seit 2026 gemeinsam mit dem UN-Umweltprogramm UNEP Vorsitz der Steuerungsgruppe des „Fire Hub“:
- Global Fire Management Hub
- Hintergrundinformation – Fachliche Zusammenarbeit Deutschlands mit der FAO
- Fire Hub Working Group International Interoperability (co-chaired by GFMC)
EU und multilaterale Organisationen
Deutschland nimmt als Mitgliedsstaat der EU im Gemeinsamen Katastrophenschutzverfahren teil:
Als Mitgliedsland des Europarats stellt Deutschland im Rahmen des European and Mediterranean Major Hazards Agreement (EUR-OPA) eines der 22 spezialisierten Risikozentren:
Als Teilnehmerstaat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stellt Deutschland beratende Kapazitäten mit Schwerpunkt grenzüberschreitende vertrauensbildende Zusammenarbeit zur Verfügung:
Internationale Erklärungen
Die Bundesregierung hat folgende internationale Erklärungen unterzeichnet, die keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter haben, aber eine politische Willenserklärung darstellen
- UN General Assembly 78th Session, Resolution on Disaster Risk Reduction A/RES/78/152 (19.12.2023) und UN General Assembly 79th Session, Resolution on Disaster Risk Reduction A/RES/79/205 (21.12.2024)
- Gruppe der Sieben (G7) Kananaskis Wildfire Charter (17.6.2025)
- UNFCCC COP 30 Call to Action on Integrated Fire Management and Wildfire Resilience (Belém, Brasilien, Leaders’ Summit, 6.-7.11.2025)
- 7th United Nations Environment Assembly (UNEA-7)12.2025)
Kontakt und Urheberschaft

Arbeitsgruppe Feuerökologie und Global Fire Monitoring Center (GFMC)
Verfasser: Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg i.Br.
Bilder: Global Fire Monitoring Center (GFMC), Freiburg i.Br.
Grafiken und technische Unterstützung: DKKV Geschäftsstelle und GFMC
Erstellt: Juli 2026
Weitere Informationen
Links
Publikationen
Goldammer (2013): Vegetation Fires and Global Change. Challenges for Concerted International Action. A White Paper directed to the United Nations and International Organizations.
Goldammer (2023): G20 Study on Restoration of Forest Fire impacted Areas for Recovering the Natural Biodiversity. Country Profiles – Germany (nicht veröffentlicht!)
Komac et al. (2020): Evolving Risk of Wildfires in Europe. The changing nature of wildfire risk call for a shift in policy focus from suppression to prevention.
Pasiecznik u. Goldammer (2022): Towards fire-smart landscapes. Tropical forest Issues 61.
Aktuelle Beiträge
Landschaftsbrände in vielen Teilen Europas halten an
Vor allem in Südeuropa sind derzeit zahlreiche Brände nicht unter Kontrolle. Ein neuer Landschaftsbrand im Süden Frankreichs und auf der Insel Korsika bindet derzeit über 300 Einsatzkräfte sowie Löschflugzeuge und Heliktoper. Das schwer zugängliche Gelände erschwert...
Update: Landschaftssbrand im Mecklenburg Vorpommern
Der Vegetationsbrand im Müritz-Nationalpark ist weiterhin nicht eingedämmt. In der Nacht mussten Anwohner zweier umliegender Dörfer erneut ihre Häuser verlassen, da sich der Wind gedreht hatte und das Feuer bis auf 1,4 Kilometer an die Orte herangekommen war. Die...
Landschaftsbrand in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich aus
Der Brand im Müritz-Nationalpark breitet sich weiter aus. Mittlerweile brennt eine Fläche von rund 155.000 Quadratmetern. 340 Einsatzkräfte sind vor Ort. Zwischenzeitlich mussten die Bewohner von drei umliegenden Ortschaften evakuiert werden. Die Belastung des Gebiets...




