Nach den schweren Starkregen- und Hochwasserereignissen im Juli 2021 wird aktuell eine anonyme Online-Befragung zur Katastrophenmedizin durchgeführt. Ziel ist es, Erfahrungen aus der medizinischen Versorgung unter Bedingungen zerstörter Infrastruktur systematisch zu erfassen und zeitnah auszuwerten.
Die Befragung mit dem Titel „Katastrophenmedizin – Strukturen und Umsetzung medizinischer Behandlung bei zerstörter Infrastruktur in Deutschland 2021“ richtet sich an Einsatz- und Rettungskräfte sowie weitere an der medizinischen Versorgung beteiligte Personen, darunter Ärzt:innen, Pflegekräfte, Apotheker:innen, Mitarbeitende des Gesundheitsamts sowie Spontan- und ungebundene Helfende, die in den Hochwassergebieten im Einsatz waren.
Der Fragebogen umfasst unter anderem Themen wie Art, Ort und Umfang der medizinischen Hilfe, Zusammenarbeit und Arbeitsbelastung im Einsatz, Erfolgsfaktoren und Verbesserungsbedarfe sowie die psychische Belastung der Helfenden. Die Bearbeitung dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig und anonymisiert.
Der Fragebogen ist hier zu finden.
Die Ergebnisse der Befragung sollen direkt in die neuen katastrophenmedizinischen präklinischen Behandlungsleitlinien (AWMF-Register-Nr. 001-043) einfließen und damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in zukünftigen Katastrophenlagen leisten.

