Wie lassen sich Klimarisiken systematisch erfassen und besser verstehen? Das Umweltbundesamt stellt mit den sogenannten Klimawirkungsketten ein Konzept vor, das dabei hilft, die komplexen Zusammenhänge zwischen klimatischen Veränderungen, Umweltprozessen und gesellschaftlichen Auswirkungen nachvollziehbar zu machen.
Klimawirkungsketten bilden Ursache-Wirkungs-Beziehungen entlang mehrerer Stufen ab: von klimatischen Veränderungen wie steigenden Temperaturen oder veränderten Niederschlagsmustern über physische und ökologische Effekte bis hin zu konkreten Folgen für Mensch, Infrastruktur, Wirtschaft und Umwelt. Auf diese Weise wird sichtbar, wie sich Klimaveränderungen schrittweise zu Risiken entwickeln und welche Faktoren diese verstärken oder abschwächen können.
Ein besonderer Mehrwert des Ansatzes liegt darin, dass er nicht nur Risiken beschreibt, sondern auch Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Klimaanpassung identifiziert. So können beispielsweise besonders vulnerable Bereiche erkannt, Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Risiken berücksichtigt und gezielte Strategien zur Risikominderung entwickelt werden.
Das Konzept richtet sich insbesondere an Akteur:innen aus Verwaltung, Planung und Katastrophenvorsorge und unterstützt evidenzbasierte Entscheidungen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Klimawirkungsketten leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Klimarisiken ganzheitlich zu analysieren und langfristig resilientere Strukturen zu schaffen.
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(Bildquelle: KI-generiert)

