Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die kommenden Monate eine deutliche Tendenz zu überdurchschnittlich hohen Temperaturen in Deutschland. Für den Herbst 2026 (September bis November) liegt die Wahrscheinlichkeit für eine wärmere Jahreszeit bei 81 %. Auch für den Spätherbst (Oktober bis Dezember) wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 % ein wärmerer Zeitraum erwartet. Für den Frühwinter von November 2026 bis Januar 2027 liegt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen bei 73 %. Als Referenzzeitraum verwendet der DWD die Jahre 1991 bis 2020.
Auch internationale Klimamodelle bestätigen grundsätzlich die vom DWD prognostizierte Entwicklung. Die WMO (Weltmeteorologie-Organisation) -Modelle zeigen insbesondere für West- und Südwestdeutschland eine moderate bis starke Tendenz zu wärmeren Bedingungen. Gleichzeitig weisen die Modelle auf mögliche feuchtere Bedingungen in Mitteleuropa im Spätherbst und Frühwinter hin. Für den Herbst selbst sind Aussagen zum Niederschlag laut DWD aufgrund der geringen Vorhersagequalität dagegen nicht belastbar. Bei der Bodenfeuchte wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 % eine trockenere Entwicklung für den Herbst erwartet.
Als einen möglichen Einflussfaktor nennt der DWD die Entwicklung von El Niño. Ausgehend von einem bereits im Juli beobachteten El-Niño-Zustand wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere Verstärkung bis November gerechnet. Darüber hinaus können Veränderungen der Meeresoberflächentemperaturen und großräumiger atmosphärischer Zirkulationsmuster die klimatischen Bedingungen in Europa beeinflussen. Der DWD betont zugleich, dass saisonale Klimavorhersagen keine konkreten Wetterlagen für einzelne Tage oder Wochen vorhersagen und grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden sind.
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(Bildquelle: Unplash)

