22.–24. Juni 2026 | Mailand & Ispra, Italien
Vom 22. bis 24. Juni 2026 trafen sich die Partner des Projekts AHEAD (Advanced disaster damage and loss data information system for enHancEd impAct-baseD knowledge) in Mailand und Ispra zu einem dreitägigen Konsortialtreffen, um den Projektfortschritt zu bewerten, die Zusammenarbeit zu stärken und die abschließende Projektphase vorzubereiten.
Gastgeber des Treffens waren das Politecnico di Milano (POLIMI) sowie die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (Joint Research Centre, JRC) in Ispra. Vertreterinnen und Vertreter aller Projektpartner kamen zusammen, um die bisherigen Ergebnisse in den Bereichen Informationssystem (IS), Stakeholder Hub und Testbeds zu diskutieren.
Der erste Veranstaltungstag bei POLIMI konzentrierte sich auf den aktuellen Stand des Projekts und die laufende Weiterentwicklung des AHEAD-Informationssystems. Die Partner berichteten über Fortschritte bei der Einbindung von Stakeholdern, der Umsetzung der Testbeds sowie den bevorstehenden Projektmeilensteinen. Die Diskussionen machten deutlich, dass bereits erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung eines harmonisierten Systems zur Erfassung, Verwaltung und Analyse von Schadens- und Verlustdaten nach Katastrophen in Europa erzielt wurden.
Ein besonderer Höhepunkt des Treffens war der Besuch des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission in Ispra am 23. Juni. Das Konsortium tauschte sich mit Expertinnen und Experten des JRC über mögliche Synergien zwischen dem AHEAD-Informationssystem und dem Risk Data Hub (RDH) aus. In interaktiven Arbeitssitzungen wurden Funktionen, Testverfahren und Perspektiven einer zukünftigen Integration verglichen und diskutiert. Darüber hinaus besuchten die Teilnehmenden das European Crisis Management Laboratory, das wertvolle Einblicke in die europäischen Kapazitäten der Krisenvorsorge und des Katastrophenrisikomanagements bot.
Am dritten Tag standen die verschiedenen Testbeds und die zukünftige Weiterentwicklung des Projekts im Mittelpunkt. Die Partner präsentierten die Fortschritte der Testbeds in der Region Lombardei, der Gemeinde Modigliana sowie der portugiesischen, deutschen und französischen Pilotanwendungen. Dabei wurden gewonnene Erkenntnisse sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der Erfassung und Berichterstattung von Schadens- und Verlustdaten diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit galt der langfristigen Nutzbarkeit der entwickelten Instrumente und ihrem Beitrag zur Stärkung der europäischen Resilienz gegenüber Katastrophen.
Das Treffen endete mit Gesprächen über die noch erforderlichen Schritte zur erfolgreichen Fertigstellung des AHEAD-Projekts, die weitere Optimierung des Informationssystems sowie die Vorbereitung des Abschlussworkshops, der Ende 2026 in Porto stattfinden wird.
Das Treffen in Mailand und Ispra stellte einen wichtigen Meilenstein für AHEAD dar. Es stärkte die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern und brachte das Konsortium seinem Ziel näher, ein umfassendes und nutzerorientiertes Informationssystem für Schadens- und Verlustdaten nach Katastrophen in Europa bereitzustellen.

