Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine saisonale Klimavorhersage für den Zeitraum von August bis Dezember 2026 veröffentlicht. Darin zeichnet sich für Deutschland eine deutliche Tendenz zu überdurchschnittlichen Temperaturen in den kommenden Monaten ab.
Für den Frühherbst von August bis Oktober prognostiziert der DWD mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 % einen wärmeren Zeitraum als im Referenzzeitraum 1991–2020. Für den Herbst von September bis November steigt diese Wahrscheinlichkeit auf 87 %. Auch für den Spätherbst von Oktober bis Dezember wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 79 % ein wärmerer Zeitraum erwartet.
Die statistisch selektierten DWD-Ensembles deuten dabei auf eine Temperaturabweichung von etwa +1,0 °C im Frühherbst sowie jeweils +1,2 °C im Herbst und Spätherbst gegenüber dem Zeitraum 1991–2020 hin. Zudem werden für den Frühherbst mit einer Wahrscheinlichkeit von 91 % mehr Sommertage als im langjährigen Mittel erwartet. Auch im Herbst setzt sich diese Tendenz mit einer Wahrscheinlichkeit von 77 % fort.
Für Niederschlag und Bodenfeuchte lassen sich dagegen derzeit keine belastbaren Aussagen treffen. Der DWD bewertet die Vorhersagequalität für diese Größen im Frühherbst als gering. Die saisonale Klimavorhersage ist außerdem keine konkrete Wettervorhersage: Sie beschreibt wahrscheinliche klimatische Entwicklungen über mehrere Monate und schließt einzelne kühlere oder niederschlagsreiche Wetterperioden nicht aus.
Als einen möglichen großräumigen Einflussfaktor nennt der DWD die Entwicklung hin zu einem El-Niño-Zustand, der sich im weiteren Jahresverlauf verstärken könnte. Für den Spätherbst werden von einigen Modellen sogar starke bis sehr starke Ausprägungen erwartet.
Für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenvorsorge sind solche saisonalen Informationen insbesondere für die längerfristige Vorbereitung relevant. Sie können Hinweise darauf geben, ob beispielsweise mit einer erhöhten thermischen Belastung gerechnet werden muss. Eine konkrete Vorhersage einzelner Hitzeereignisse oder anderer Extremwetterlagen ist daraus jedoch nicht abzuleiten.
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(Bildquelle: Unsplash)

