Wie können Drohnen, Satellitendaten und Künstliche Intelligenz Einsatzkräfte bei Naturkatastrophen unterstützen? Dieser Frage widmete sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 9. Oktober 2026 bei einer groß angelegten Technologiedemonstration in Braunschweig. Im Rahmen des Projekts RESITEK (Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz) wurde erprobt, wie innovative Technologien im Zusammenspiel dazu beitragen können, Schadenslagen schneller zu erfassen und Rettungseinsätze effizienter zu koordinieren.
Das Szenario „Sturmschäden im städtischen Bereich“ stellte die Beteiligten vor verschiedene Herausforderungen: Umgestürzte Bäume blockieren Straßen, Gebäude sind beschädigt und Strom- sowie Kommunikationsnetze teilweise beeinträchtigt. Um Einsatzkräfte in solchen Situationen bestmöglich zu unterstützen, kombinierte das DLR unterschiedliche Technologien. Satellitendaten, Luftbilder und Drohnenaufnahmen liefern Informationen über das Schadensgebiet, während autonome Drohnen bei der Suche nach vermissten Personen helfen. Ergänzend werden autonome Fahrzeuge erprobt, die sich mithilfe von Teleassistenz auch bei unerwarteten Hindernissen sicher navigieren lassen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenführung der gewonnenen Informationen zu einem gemeinsamen digitalen Lagebild. Mithilfe Künstlicher Intelligenz werden Daten ausgewertet und so aufbereitet, dass Einsatzleitungen und Rettungskräfte einen besseren Überblick über Schäden, Gefahrenzonen und betroffene Infrastrukturen erhalten. An der Demonstration waren neben 16 DLR-Instituten auch das Technische Hilfswerk (THW), die Berufsfeuerwehr Braunschweig und die Stadt Braunschweig beteiligt. Die enge Zusammenarbeit mit den späteren Anwenderinnen und Anwendern soll sicherstellen, dass die Technologien unter realitätsnahen Bedingungen erprobt und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.
Die Demonstration verdeutlicht das Potenzial vernetzter Technologien für einen zukunftsfähigen Katastrophenschutz. Eine schnelle und verlässliche Informationslage ist entscheidend, um Ressourcen gezielt einzusetzen und Rettungsmaßnahmen zu koordinieren. RESITEK zeigt, wie Forschung und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure dazu beitragen können, die Bewältigung komplexer Krisenlagen zu verbessern und die Resilienz gegenüber zukünftigen Katastrophen zu stärken.
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