Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veröffentlichte im Juli einen First Damage Assessment (FDA) Report zur Hochwasserkatastrophe. Der Bericht liefert eine frühzeitige wissenschaftliche Einordnung der Ereignisse und dient als Grundlage für die systematische Analyse von Schäden und Auswirkungen.

Im August folgte eine ergänzende Veröffentlichung, die die bisherigen Ergebnisse erweitert und präzisiert. Beide Berichte stellen eine wichtige Grundlage für die zeitnahe wissenschaftliche Aufarbeitung der Flut dar und werden breit in Forschung und Praxis rezipiert.

Aufbauend auf den FDA-Analysen arbeitet das CEDIM-Team aktuell an einem weiterführenden wissenschaftlichen Paper, in dem zusätzliche Aspekte der Katastrophe vertieft untersucht werden. Dazu gehören eine detaillierte meteorologische, hydrologische und morphologische Ereignisbeschreibung, die Einordnung in den historischen Kontext früherer Niederschlags- und Hochwasserereignisse im Ahrtal sowie Analysen zum Klimakontext mithilfe sogenannter Pseudo Global Warming-Ansätze.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Impact-Analysen, insbesondere im Bereich Verkehr, sowie auf einer differenzierten Schadenseinordnung und Schadensstatistik. Ziel ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Naturereignis, Infrastruktur, Nutzung und Schäden systematisch abzubilden und belastbare Erkenntnisse für Risikoanalyse und Vorsorge zu gewinnen.

Die Arbeiten des CEDIM leisten damit einen zentralen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Flutkatastrophe 2021 und zur Weiterentwicklung von Methoden der Schadens- und Risikoanalyse.