Das Technisches Hilfswerk (THW) ist künftig mit fünf neuen mobilen Dekontaminations-Containern zur Abwehr chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren (CBRN) europaweit einsatzbereit. Die Container sind Teil der neuen Einheit „rescEU CBRN Decon Germany“, die als strategische Reserve der EU bei großflächigen CBRN-Schadenslagen angefordert werden kann.
Die autarken, modularen Container ermöglichen es speziell geschulten ehrenamtlichen Einsatzkräften, Straßen, Gebäude, Fahrzeuge und Infrastruktur von gefährlichen Stoffen zu reinigen. Alle drei taktischen Dekontaminationsschritte – Vorwäsche, Aufbringen von Dekontaminationsmitteln und Nachwäsche – können damit durchgeführt werden. Durch ihre kompakte Bauweise sind die Container flexibel auf LKW verlastbar und schnell europaweit verlegbar.
Die Einheit wurde seit 2022 gemeinsam mit der Bundespolizei und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Finanziert wird „rescEU CBRN Decon Germany“ durch die Europäische Union, die hierfür über vier Jahre 37,5 Millionen Euro bereitstellt. Insgesamt umfasst die Einheit rund 300 Einsatzkräfte, mehr als 60 Fahrzeuge sowie umfangreiche technische Ausstattung.
Ab Ende 2026 steht die Einheit im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens europaweit zur Verfügung. Eine erste große Leistungsdemonstration ist für Juni bei einer Übung im Raum Köln geplant.
(Bildquelle: THW)

