Eine Serie von Winterstürmen hat in den vergangenen Tagen in Marokko, Spanien und Portugal zu schweren Überschwemmungen geführt. In mehreren Regionen kamen Menschen ums Leben, hunderttausende Personen mussten ihre Häuser verlassen, und die Schäden an Infrastruktur, Landwirtschaft und Wohngebäuden sind erheblich.

In Marokko forderten Sturzfluten infolge des Sturmtiefs „Marta“ mindestens vier Todesopfer. Nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums kamen drei Kinder und ein Mann ums Leben, als ihr Fahrzeug von den Wassermassen mitgerissen wurde. Besonders betroffen ist der Nordwesten des Landes, der bereits durch ein vorheriges Sturmtief stark belastet war. Übergetretene Flüsse und Staudämme, beschädigte Häuser und Ernten sowie vereinzelt auftretende Erdrutsche prägten die Lage. Zeitweise waren wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen. Mehr als 150.000 Menschen wurden evakuiert, zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe befürchten erhebliche Ernteausfälle.

Auch in Spanien und Portugal kam es infolge der anhaltenden Starkregenereignisse zu Todesfällen und umfangreichen Schäden. In Spanien starb eine Frau, während in Portugal innerhalb einer Woche 13 Todesopfer zu beklagen waren. Hunderte Menschen wurden dort bei Aufräumarbeiten verletzt. Zur Unterstützung der zivilen Katastrophenschutzkräfte wurde das Militär eingesetzt. Nach Angaben der portugiesischen Regierung belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden auf mehrere Millionen Euro. Trotz zwischenzeitlicher Regenpausen sind in vielen Regionen weiterhin große Flächen überflutet, Stauseen stark gefüllt und das Risiko für Erdrutsche erhöht.

Die Ereignisse verdeutlichen die zunehmende Herausforderung durch Starkniederschläge und Überschwemmungen. Während Marokko in den Sommermonaten seit Jahren unter ausgeprägter Dürre leidet, treten im Herbst und Winter regelmäßig Unwetter auf. Infolge des Klimawandels nehmen Häufigkeit und Intensität von Starkwetterereignissen weiter zu. Bereits im Dezember waren bei Überschwemmungen im Süden Marokkos zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

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(Bildquelle: KI-Generiert)