Ein neuer Bericht des Global Network of Civil Society Organisations for Disaster Reduction (GNDR) zeigt, dass lokale Organisationen und Gemeinschaften, die häufig an vorderster Stelle der Katastrophenbewältigung stehen, weiterhin nur eingeschränkten Zugang zu Finanzierungsinstrumenten für Katastrophenvorsorge und Risikominderung haben.

Der Bericht verdeutlicht, dass insbesondere komplexe Antragsverfahren, hohe administrative Anforderungen und kurzfristige Förderzeiträume lokale Akteure daran hindern, notwendige Maßnahmen langfristig umzusetzen. Dabei verfügen lokale Organisationen oft über entscheidendes Wissen über bestehende Risiken und die Bedürfnisse gefährdeter Bevölkerungsgruppen und leisten im Ereignisfall häufig als Erste Unterstützung. Trotzdem erreichen internationale und nationale Finanzierungsmechanismen diese Akteure bislang nur unzureichend.

Das GNDR empfiehlt daher eine stärkere Ausrichtung der Finanzierungsstrukturen an den lokalen Gegebenheiten. Dazu gehören vereinfachte Antragsverfahren, flexiblere Förderbedingungen, längerfristige Finanzierungsansätze sowie eine stärkere Beteiligung lokaler Organisationen bei der Planung und Vergabe von Mitteln. Dadurch sollen Ressourcen schneller und gezielter dort eingesetzt werden können, wo sie zur Reduzierung von Risiken und zur Stärkung der Resilienz am dringendsten benötigt werden.

Der Bericht unterstreicht damit die Bedeutung eines lokal verankerten Ansatzes in der Katastrophenvorsorge. Eine stärkere finanzielle Unterstützung lokaler Akteure kann dazu beitragen, Vorsorgemaßnahmen wirksamer umzusetzen, gefährdete Gemeinschaften besser einzubinden und die Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Katastrophen zu erhöhen.

Den Bericht finden Sie hier.

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