Der europäische und der nationale Emissionshandel haben in Deutschland im Jahr 2025 Einnahmen von insgesamt 21,4 Milliarden Euro erzielt und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Wie die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) mitteilt, fließen die Erlöse vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der zentrale Maßnahmen zur Erreichung der deutschen Energie- und Klimaziele finanziert.

Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes hat sich der Emissionshandel zu einem tragenden, sektorübergreifenden Instrument des Klimaschutzes entwickelt. Die CO₂-Bepreisung setze wirksame Anreize für den Einsatz energieeffizienter und klimafreundlicher Technologien und unterstütze gleichzeitig Investitionen in die energetische Sanierung von Gebäuden, die Dekarbonisierung der Industrie sowie den Ausbau erneuerbarer Energien, der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur. Ziel sei es, ambitionierten Klimaschutz mit sozialer Verträglichkeit und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden.

Im Europäischen Emissionshandel (EU-ETS 1) wurden 2025 in Deutschland Auktionserlöse von rund 5,4 Milliarden Euro erzielt. Zwar lag dieser Wert leicht unter dem Vorjahresniveau, gleichzeitig stieg jedoch der durchschnittliche Preis für Emissionszertifikate auf rund 74 Euro an. Die geringeren Erlöse sind vor allem auf die weiter reduzierte Auktionsmenge zurückzuführen, die Teil der europäischen Reform zur Verschärfung des Emissionshandels ist.

Deutlich stärker entwickelten sich die Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) für Wärme und Verkehr. Sie beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 16 Milliarden Euro und lagen damit etwa 23 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem höheren Festpreis von 55 Euro pro Zertifikat, während die verkauften Mengen nahezu konstant blieben. Die hohen Verkaufszahlen verdeutlichen zugleich den weiterhin großen Handlungsbedarf im Gebäude- und Verkehrssektor, deren Emissionsniveau noch deutlich über den Klimazielen liegt.

Ab dem Jahr 2026 werden die Zertifikate im nationalen Emissionshandel erstmals innerhalb eines Preiskorridors von 55 bis 65 Euro versteigert. Ab 2028 soll der nationale Emissionshandel weitgehend durch den europäischen Emissionshandel für Brennstoffe (EU-ETS 2) abgelöst werden. Dieser soll die Wirtschaftlichkeit klimafreundlicher Technologien weiter erhöhen und zugleich finanzielle Spielräume für eine soziale Flankierung der Transformation schaffen.

Die Einnahmen aus dem Emissionshandel unterstreichen damit seine wachsende Bedeutung als Finanzierungsgrundlage für Klimaschutz und Transformation und als zentrales Instrument auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft.

Weitere Informationen können Sie der Pressemeldung des Umwelt Bundesamtes entnehmen.

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