Das Projekt Resilient Voices wurde in die Stories des Global Network of Civil Society Organisations for Disaster Reduction (GNDR) aufgenommen. Das europäische Erasmus+-Projekt, an dem das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) gemeinsam mit der französischen Organisation Auxilia beteiligt ist, setzt sich dafür ein, die Perspektiven und Erfahrungen vulnerabler Bevölkerungsgruppen stärker in die Katastrophenvorsorge einzubeziehen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Menschen unterschiedliche Naturgefahren wahrnehmen, welche Herausforderungen sie bei der Vorbereitung auf Krisen erleben und welche Unterstützung sie benötigen.

Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem Gesprächsrunden in Deutschland und Frankreich durchgeführt, um die Erfahrungen verschiedener Bevölkerungsgruppen kennenzulernen. In Buxtehude organisierte das DKKV Workshops mit Menschen mit Behinderungen und Teilnehmenden eines Deutschsprachkurses für Menschen mit Migrationsgeschichte. Dabei kam das kooperative Spiel „See. Feel. Act. – An Inclusive Game for Disaster Preparedness“ zum Einsatz, das dazu anregt, mögliche Auswirkungen von Katastrophen zu reflektieren, eigene Gefühle zu thematisieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Vorsorge zu entwickeln.

Die Erfahrungen aus dem Projekt verdeutlichen, dass inklusive Katastrophenvorsorge mehr erfordert als die reine Bereitstellung von Informationen. Entscheidend sind verständliche und zugängliche Kommunikation sowie die frühzeitige Beteiligung der Menschen, die von Katastrophen besonders betroffen sein können. Gleichzeitig verfügen diese über wertvolle Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten, die zur Stärkung der gemeinschaftlichen Resilienz beitragen können. Sie sollten daher nicht nur als besonders schutzbedürftige Gruppen betrachtet werden, sondern als aktive Mitgestalter der Katastrophenvorsorge.

Die Aufnahme in die GNDR-Stories bietet eine Möglichkeit, die Ansätze und Erkenntnisse von Resilient Voices international sichtbar zu machen und den Austausch über eine inklusive und bedarfsgerechte Katastrophenvorsorge zu fördern.

Weitere Informationen zum Projekt und seinen Ansätzen finden Sie hier.