Der Sommer 2026 hat in Deutschland nicht nur gesundheitliche und ökologische Folgen, sondern verursacht auch erhebliche wirtschaftliche Schäden. Nach einer aktuellen Berechnung von Greenpeace belaufen sich die volkswirtschaftlichen Schäden durch die diesjährige Hitze und Trockenheit auf mindestens 36 Milliarden Euro. Das entspricht knapp einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts.
In die Berechnung fließen unter anderem Ernteausfälle, Waldbrände, Gesundheitskosten, Schäden in der Forstwirtschaft, Auswirkungen auf den Verkehr sowie Produktivitätsverluste ein. Besonders stark schlägt laut Greenpeace die Belastung der Arbeitswelt zu Buche: Bei angenommenen 25 Hitzetagen werden die hitzebedingten Produktivitätsverluste und Arbeitsausfälle auf rund 10,8 Milliarden Euro geschätzt.
Auch die Landwirtschaft ist von den Folgen betroffen. Hitze und Trockenheit führen regional zu erheblichen Ernteausfällen. Gleichzeitig erhöhen Waldbrände die Belastung für Einsatzkräfte und verursachen langfristige Schäden an Ökosystemen. Greenpeace weist darauf hin, dass beispielsweise Folgen für Biodiversität, Trinkwasser- und Erosionsschutz sowie das Mikroklima in der Berechnung noch nicht vollständig berücksichtigt werden konnten. Die tatsächlichen Kosten könnten daher noch deutlich höher liegen.
Die Zahlen verdeutlichen, dass Extremwetterereignisse weit über unmittelbare Schäden hinausreichen. Sie können gleichzeitig Gesundheit, Landwirtschaft, Wirtschaft, Infrastruktur und Ökosysteme belasten und dadurch auch die Strukturen des Bevölkerungsschutzes vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Eine vorausschauende Vorsorge und Anpassung an zunehmende Hitze- und Trockenheitsrisiken gewinnt damit weiter an Bedeutung.
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(Bildquelle: Unsplash)

