Im Pazifik deutet sich derzeit eines der stärksten El-Niño-Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD), institutionelles Mitglied des DKKV, beschäftigt sich in seinem aktuellen „Thema des Tages“ mit der Frage, welche Auswirkungen ein starkes El-Niño-Ereignis auf das Wetter und Klima in Europa haben könnte.
El Niño bezeichnet eine großräumige Erwärmung der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen tropischen Pazifik. Die damit verbundenen Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation können das Wettergeschehen weit über den Pazifikraum hinaus beeinflussen. Zu den möglichen Folgen gehören Veränderungen von Niederschlagsmustern, Temperaturen und der Häufigkeit bestimmter Wetterlagen.
Für Europa sind die Zusammenhänge allerdings komplexer: Der Einfluss von El Niño ist hier weniger direkt und wird durch weitere Faktoren der Atmosphäre und des Klimasystems überlagert. Der DWD weist deshalb darauf hin, dass sich aus einem starken El Niño keine eindeutige Wetterprognose für Europa ableiten lässt. Dennoch können sich statistische Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Wetterlagen verändern.
Die Entwicklung ist auch mit Blick auf die Klimarisiken und den Bevölkerungsschutz relevant. Veränderungen großräumiger Zirkulationsmuster können unter bestimmten Bedingungen das Auftreten von Extremwetter begünstigen und damit Auswirkungen auf Vorsorge, Landwirtschaft, Wasserressourcen und Kritische Infrastrukturen haben.
Der DWD beobachtet die weitere Entwicklung des El Niño daher genau und ordnet die möglichen Auswirkungen auf Europa wissenschaftlich ein.
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(Bildquelle: Unsplash)

