Am 10. Juli 2026 verstarb Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Emmermann im Alter von 86 Jahren.

Rolf Emmermann zählte zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Geowissenschaften. Als Gründungsdirektor des GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung gestaltete er den Aufbau einer der heute führenden geowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands maßgeblich mit. Darüber hinaus setzte er wichtige Impulse für die nationale und internationale Forschungszusammenarbeit, unter anderem im Rahmen des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) und des International Continental Scientific Drilling Program (ICDP).

Auch für die Katastrophenvorsorge und das Risikomanagement leistete Emmermann bedeutende Beiträge. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean nach der Tsunami-Katastrophe von 2004. Sein Verständnis von Wissenschaft war stets eng mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden.

Dem DKKV war Rolf Emmermann über viele Jahre verbunden und unterstützte die Vernetzung von Wissenschaft, Politik und Praxis im Bereich der Katastrophenvorsorge. Mit seinem Wirken hat er die Geowissenschaften und den Umgang mit Naturgefahren nachhaltig geprägt.