Der International Science Council (ISC) und das UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR) starten ein Pilotprojekt zur Entwicklung eines neuen „Hazards Media Toolkit“. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Naturgefahren und Krisen verständlich und mediengerecht aufzubereiten.

Das Toolkit soll Journalistinnen und Journalisten mit Faktenblättern, Begriffserklärungen, Visualisierungsvorlagen und Beispielen für die Berichterstattung unterstützen. Grundlage bilden die aktualisierten UNDRR-ISC Hazard Information Profiles (HIPs), die 281 Gefahrenarten – von Hitzewellen und Überschwemmungen bis hin zu Cyberangriffen und Pandemien – standardisiert beschreiben.

Besonderes Augenmerk liegt auf sogenannten Multi-Hazard-Risiken: Gefahren, die gleichzeitig auftreten, sich gegenseitig verstärken oder Kettenreaktionen auslösen können. Damit soll die Berichterstattung stärker an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Zielen des Sendai-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge ausgerichtet werden.

Für die Pilotphase ruft der ISC Fachleute dazu auf, prioritäre Gefahren zu benennen und Expertinnen sowie Experten für eine technische Arbeitsgruppe vorzuschlagen. Das Projekt soll dazu beitragen, Risiken verständlicher zu kommunizieren und die öffentliche Resilienz gegenüber Krisen und Katastrophen zu stärken.

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