Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine aktuelle saisonale Klimavorhersage für den Zeitraum Juni bis Oktober 2026 veröffentlicht. Demnach ist für Deutschland mit erhöhter Wahrscheinlichkeit ein wärmerer Sommer, Spätsommer und Frühherbst im Vergleich zum Klimamittel der Jahre 1991–2020 zu erwarten. Besonders für die Zeiträume Juli bis September sowie August bis Oktober zeigen die Modelle eine moderate Tendenz zu überdurchschnittlichen Temperaturen.

Auch internationale Klimamodelle der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bestätigen diese Entwicklung. Als mögliche Einflussfaktoren nennt der DWD unter anderem außergewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen sowie die mögliche Entwicklung eines El-Niño-Ereignisses im weiteren Jahresverlauf. Gleichzeitig weist der DWD darauf hin, dass saisonale Klimavorhersagen grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden sind und keine konkreten Wetterereignisse vorhersagen können.

Für Deutschland könnten die prognostizierten wärmeren Bedingungen insbesondere Auswirkungen auf Hitzeperioden, Wasserhaushalt und die Belastung kritischer Infrastrukturen haben. Während für Temperaturtrends vergleichsweise klare Signale vorliegen, bleiben Aussagen zu Niederschlag, Bodenfeuchte oder möglichen Trockenperioden derzeit noch unsicher. Der DWD betont daher die Bedeutung einer kontinuierlichen Beobachtung und Einordnung der klimatischen Entwicklungen in den kommenden Monaten.

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(Bildquelle: unsplash)