Die aktuelle Ausgabe des „Behörden Spiegel“-Newsletters Rettung. Feuer. Katastrophe.“ (Nr. 161, Februar 2026) greift zentrale Entwicklungen im Katastrophenschutz, in der behördlichen Resilienz sowie in der Aus- und Fortbildung auf. Mehrere Beiträge sind unmittelbar anschlussfähig an aktuelle Debatten im Bevölkerungsschutz und für das Netzwerk des DKKV besonders relevant.

Stärkung der CBRN-Fähigkeiten im europäischen Katastrophenschutz: Das Technisches Hilfswerk (THW) hat fünf neue Dekontaminations-Container zur Abwehr chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren (CBRN) in Dienst gestellt. Die Einheit „rescEU CBRN Decon Germany“ ist modular aufgebaut, europaweit einsetzbar und unterliegt einem permanenten Einsatzvorbehalt der Europäischen Kommission. Finanziert und gelistet durch die Europäische Union, umfasst sie rund 300 Einsatzkräfte von THW und Bundespolizei sowie über 60 Fahrzeuge. Damit werden Fähigkeiten im Bereich CBRN-Lagebewältigung strukturell ausgebaut und die europäische Zusammenarbeit im Katastrophenschutz weiter gestärkt.

Forschungsprojekt RESKON zur messbaren Erhöhung behördlicher Resilienz: Im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2018–2023“ wird das Projekt RESKON durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Beteiligt sind unter anderem das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Technisches Hilfswerk sowie Partner aus Wissenschaft und Praxis. Ziel ist es, Instrumente zu entwickeln, mit denen Behörden ihre Resilienz systematisch messen, Fähigkeitslücken identifizieren und Kooperationen stärken können. Kooperation wird dabei als strukturelle Voraussetzung für wirksame Krisenbewältigung verstanden – insbesondere vor dem Hintergrund komplexer, föderal übergreifender Lagen.

Ausbau von Zivilschutz und Selbsthilfekompetenzen: Das Bayerische Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst in Bayern sprechen sich angesichts veränderter Sicherheitslagen für eine langfristige Stärkung von Zivilschutz und Krisenvorsorge aus. Neben klassischen Gefahrenlagen würden hybride Bedrohungen wie Cyber-Angriffe oder Desinformation an Bedeutung gewinnen. Hervorgehoben wird die Rolle von Selbst- und Nachbarschaftshilfe als ergänzendes Element professioneller Strukturen. Zugleich verweisen die Organisationen auf den Bedarf an verlässlicher Finanzierung, hauptamtlichen Kapazitäten und stabilen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt.

Erweiterung der Ausbildungsinfrastruktur im Katastrophenschutz: Das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) am Standort Loy wird um ein neues Bettenhaus ergänzt. Hintergrund ist ein gestiegener Ausbildungsbedarf. Das Gebäude mit 40 Einzelzimmern sowie zusätzlichen Seminarräumen soll im September 2026 fertiggestellt werden. Die Maßnahme wird als Beitrag zur Modernisierung der Erwachsenenbildung im Katastrophenschutz eingeordnet und stärkt langfristig die Qualifizierung von Führungskräften und Einsatzverantwortlichen.

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(Bildquelle: KI-Generiert)