Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat eine neue Förderbekanntmachung zur „Forschung für die Zivile Verteidigung“ veröffentlicht. Ziel der Ausschreibung ist es, wissenschaftliche Entscheidungshilfen für das Bundesministerium des Innern (BMI) zu entwickeln und damit die zivile Verteidigungsfähigkeit Deutschlands im Spannungs- und Verteidigungsfall zu stärken.

Im Mittelpunkt der Förderung stehen anwendungsorientierte Forschungsvorhaben, die konkrete Beiträge zur Zivilen Verteidigung leisten. Dazu zählen unter anderem Konzepte, Leitfäden, Verfahren, Empfehlungen oder technische Lösungsansätze, die im BBK sowie bei weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben genutzt werden können oder als Grundlage für weiterführende Arbeiten dienen. Die Ausschreibung ist thematisch offen angelegt und richtet sich ausdrücklich auch an querschnittliche und innovative Ansätze, die unterschiedliche Aspekte der Zivilen Verteidigung miteinander verknüpfen oder neue methodische und technologische Wege beschreiten.

Antragsberechtigt sind Hochschulen sowie Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen mit Sitz in Deutschland. Voraussetzung ist ein klar erkennbarer Anwendungsbezug sowie ein nachvollziehbarer Vorschlag zur Umsetzung der Ergebnisse in der Praxis der Zivilen Verteidigung. Für die Förderung stehen insgesamt bis zu 850.000 Euro zur Verfügung; es ist geplant, mehrere Projekte mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten zu fördern. Der späteste Projektbeginn ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen.

Die Projektskizzen müssen bis spätestens 18. Februar 2026 elektronisch beim BBK eingereicht werden. Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren auf Basis fachlicher Begutachtung. Bewertet werden unter anderem der Bezug zur Bekanntmachung, der Innovationsgrad, das methodische Vorgehen, die Praxistauglichkeit der angestrebten Lösungen für den Bevölkerungsschutz sowie die wissenschaftliche Kompetenz der Antragstellenden.

Mit der Förderbekanntmachung möchte das BBK gezielt neue Impulse aus der Wissenschaft für die Weiterentwicklung der Zivilen Verteidigung gewinnen und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis stärken.

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(Bildquelle: KI-Generiert)