Seit dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins ist das Technische Hilfswerk (THW) ununterbrochen im Einsatz, um die Auswirkungen für Bevölkerung und kritische Infrastruktur abzumildern. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Notstromversorgung, insbesondere für Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, aber auch für weitere wichtige Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Nach dem Stromausfall am 3. Januar 2026 wurden THW-Kräfte aus 27 Ortsverbänden alarmiert. Seitdem arbeiten mehr als 550 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Schichtbetrieb daran, die Versorgung aufrechtzuerhalten. Neben Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden auch Notunterkünfte, eine Tierklinik sowie Einspeisepunkte der Berliner S-Bahn mit Notstrom versorgt.

Zur weiteren Lageerkundung sind zwei Erkundungsteams in enger Abstimmung mit der Berliner Feuerwehr im betroffenen Gebiet unterwegs. Sie prüfen, welche weiteren Einrichtungen dringend mit Strom versorgt werden müssen. Parallel dazu stellen THW-Einheiten den Betrieb der Stromaggregate sicher, indem sie diese kontinuierlich mit Kraftstoff versorgen.

Zusätzlich betreibt das THW Notrufannahmestellen in mehreren Berliner Bezirken und im Umland. Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger Informationen und können Notrufe absetzen, die per Funk an die Feuerwehr weitergeleitet werden. Für vom Stromausfall betroffene Menschen wurden außerdem Notunterkünfte eingerichtet, in denen sie vorübergehend untergebracht werden können.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung der Berliner Feuerwehr sind THW-Fachberaterinnen und Fachberater eingebunden. Die Koordination der Maßnahmen erfolgt über einen Bereitstellungsraum im THW-Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf. Der Einsatz wird in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei durchgeführt. Beteiligt sind Einsatzkräfte aus den THW-Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie Bremen/Niedersachsen; weitere spezialisierte Fachgruppen stehen bei Bedarf bereit.

THW-Präsidentin Sabine Lackner würdigte den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Seit Beginn des Stromausfalls leisten unsere Helferinnen und Helfer Großartiges. Mit hoher Fachkompetenz und unermüdlichem Einsatz sorgen sie dafür, dass die kritische Infrastruktur weiter funktioniert und Menschen in einer schwierigen Lage geholfen wird.“

Das Technische Hilfswerk ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Rund 88.000 Freiwillige engagieren sich bundesweit im Bevölkerungsschutz. Mit seiner technischen Expertise und langjährigen Erfahrung ist das THW nicht nur national, sondern auch international im Auftrag der Bundesregierung sowie im Rahmen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen im Einsatz.

Weitere Informationen zum THW und seinem Engagement im In- und Ausland finden Sie hier.

(Bildquelle: THW)