Im Zeitalter des Anthropozäns überlagern sich Klimakrise, Biodiversitätsverlust und Ressourcenausbeutung zu einer globalen Polykrise. Trotz internationaler Klimaschutzbemühungen steigen die Treibhausgasemissionen weiter an. Neben technologischen und politischen Lösungen rücken deshalb zunehmend auch die gesellschaftlichen Dimensionen der Klimakrise in den Fokus.
Vom 18. bis 20. November 2026 veranstaltet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina das Symposium „Klimakrise und Gesellschaft“. Expertinnen und Experten aus Soziologie, Psychologie, Ökonomie, Medizinethik und Theologie diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse und gesellschaftliche Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Klimapräferenzen, Desinformation, psychologische Barrieren beim Klimaschutz, Öko-Angst und soziale Gerechtigkeit.
Das vielfältige Programm beleuchtet unterschiedliche Perspektiven auf die Klimakrise: von den Grenzen natürlicher Ressourcen und den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit über die gesellschaftliche Akzeptanz klimapolitischer Maßnahmen bis hin zu globaler Kooperation und einer sozialverträglichen Gestaltung der Transformation. Ein besonderes Highlight ist der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Thomas Stocker am 18. November unter dem Titel „Klima-Krise: Komplexität, Konflikt, Konsternation“.
Das Symposium bietet eine Plattform für den interdisziplinären Austausch und zeigt, dass die Bewältigung der Klimakrise nicht allein eine naturwissenschaftliche oder technische Aufgabe ist. Gesellschaftliche Einstellungen, Verhaltensweisen und Fragen der Gerechtigkeit spielen ebenso eine entscheidende Rolle für erfolgreichen Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel.
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