Nach einem schweren Erdbeben im Südwesten Panamas hat das Technische Hilfswerk (THW) knapp 20 Tonnen Hilfsgüter im Wert von über 150.000 Euro nach Panama gebracht. Die Lieferung soll die Versorgung der betroffenen Bevölkerung unterstützen und dazu beitragen, die Lebensbedingungen nach der Katastrophe zu verbessern. Zu den Hilfsgütern gehören Küchensets, Decken, Feldbetten, Planen und Wasserfilter.
Anfang Oktober 2026 ereignete sich in rund zehn Kilometern Tiefe ein Erdbeben der Stärke 7,7. Dabei wurden etwa 900 Gebäude sowie wichtige Infrastrukturen in den Bereichen Verkehr, Energie, Kommunikation und Gesundheit beschädigt. Das Erdbeben stellt die betroffenen Gemeinden damit vor erhebliche Herausforderungen bei der Bewältigung der Folgen und der Wiederherstellung der grundlegenden Versorgung.
Die Hilfslieferung umfasst unter anderem 780 Küchensets, mehr als 500 Decken, rund 820 Feldbetten, 900 Planen und 1.000 Wasserfilter. Die vom Auswärtigen Amt finanzierten Hilfsgüter wurden vom THW-Logistikzentrum in Bayern zusammengestellt und zum Flughafen Köln/Bonn transportiert. Dort übergab das THW die Lieferung an die Bundeswehr für den Weitertransport nach Panama. Die Bereitstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern. Bundesaußenminister Johann Wadephul übergab die Hilfsgüter bei seinem Besuch in Panama.
Der Einsatz verdeutlicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und leistungsfähiger logistischer Strukturen in der Katastrophenhilfe. Das THW ist mit rund 88.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bundesweit im Bevölkerungsschutz aktiv und unterstützt im Auftrag der Bundesregierung auch internationale Hilfseinsätze. Neben bilateralen Hilfen übernimmt die Organisation technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag der Vereinten Nationen.
Weitere Informationen zum nationalen und internationalen Engagement des THW finden Sie hier.

