Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine saisonale Klimavorhersage für den Zeitraum Januar bis Mai 2026 veröffentlicht. Saisonale Vorhersagen zeigen keine Tages- oder Wochenwetterlagen, sondern geben Hinweise auf Temperaturtendenzen über mehrere Monate hinweg – immer verbunden mit Unsicherheiten und Wahrscheinlichkeiten.
Für den Spätwinter von Januar bis März 2026 sieht der DWD eine moderate Tendenz (78 %) zu normalen bis wärmeren Bedingungen im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991–2020. Für den frühen Frühling (Februar bis April) wird sogar eine starke Tendenz (84 %) zu normalen bis wärmeren Temperaturen erwartet. Allerdings weist der DWD darauf hin, dass die Vorhersagequalität in diesen Zeiträumen gering ist – deshalb gelten die drei Kategorien „kälter / normal / wärmer“ statistisch als ähnlich wahrscheinlich. Für den Frühling (März bis Mai) besteht eine leichte Tendenz (56 %) zu einem wärmeren Frühjahr, auch hier mit geringer Vorhersagegüte.
Im Vergleich dazu zeigen internationale Modelle der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ebenfalls eine Tendenz zu wärmeren Bedingungen in Spätwinter und Frühjahr, teilweise sogar etwas ausgeprägter. Hintergrund sind u. a. globale Ozean- und Atmosphärenmuster wie ENSO-Entwicklungen im Pazifik sowie Meeresoberflächentemperaturen in Nordatlantik und Mittelmeer.
Für die Bodenfeuchte in Deutschland prognostiziert der DWD im Zeitraum Januar bis März 2026 eine moderate Tendenz zu trockeneren Bedingungen, insbesondere in Teilen Thüringens und Sachsen-Anhalts. Danach werden bis Mai zunehmend normalere bis höhere Bodenfeuchtewerte erwartet. Bei den Niederschlägen bleiben die saisonalen Modelle hingegen wenig eindeutig.
Der DWD betont, dass saisonale Klimavorhersagen immer mit Unsicherheiten verbunden sind. Sie liefern Rahmen- und Planungshinweise, ersetzen aber nicht die übliche Wettervorhersage für die kommenden Tage.
Den vollständigen Bericht finden Sie beim Deutschen Wetterdienst, oder direkt hier.
(Bildquelle: unsplash)

