Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Hitzewelle vom 18. bis 28. Juni 2026 als außergewöhnliches und historisches Wetterereignis eingeordnet. Bereits ungewöhnlich früh im Jahr wurde Deutschland von einer langanhaltenden Hitzeperiode erfasst, die durch eine stabile Hochdrucklage ausgelöst wurde. Dabei stiegen die Temperaturen an mehreren Tagen über die 40-Grad-Marke. Mit 41,8 °C in Möckern-Drewitz am 27. Juni wurde ein neuer deutscher Temperaturrekord aufgestellt und der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2019 übertroffen.
Nach Angaben des DWD waren jedoch nicht nur die Spitzenwerte außergewöhnlich. Besonders die sehr hohen Tagesmittel- und Nachttemperaturen führten zu einer anhaltenden Wärmebelastung, da vielerorts die nächtliche Abkühlung ausblieb. Insgesamt erreichten oder überschritten 54 Wetterstationen mindestens einmal die 40-Grad-Marke, an 467 von 488 Stationen wurden neue Allzeit- oder Monatsrekorde bei den Höchsttemperaturen gemessen.

Der DWD bewertet die Hitzewelle als Zäsur für Deutschland. Die Bedingungen entsprachen zunehmend denen, die bislang vor allem aus dem Mittelmeerraum bekannt waren. Aus Sicht der Klimaforschung nehmen Häufigkeit, Intensität und Dauer solcher Hitzeereignisse zu. Der Bericht betont daher die wachsende Bedeutung von Klimaanpassung und wirksamen Hitzeschutzmaßnahmen für Bevölkerung, Infrastruktur und Umwelt.

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