Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2025 den Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Erdbeben ins Leben gerufen, der seitdem jährlich am 29. April begangen wird. Mit dem Aktionstag möchte das United Nations Office for Disaster Risk Reduction nicht nur an die Millionen Menschen erinnern, die weltweit durch Erdbeben ihr Leben verloren haben oder betroffen waren, sondern auch das Bewusstsein für wirksame Vorsorgemaßnahmen stärken. Unter dem Motto „Remember. Protect. Build disaster resilience.“ rückt der Tag die Bedeutung von Prävention, Risikobewusstsein und resilienten Infrastrukturen in den Fokus.
Erdbeben zählen weltweit zu den folgenschwersten Naturgefahren. Seit 1900 kamen bei zwölf Erdbeben jeweils mehr als 50.000 Menschen ums Leben – fünf dieser Ereignisse ereigneten sich seit dem Jahr 2000. Laut United Nations Office for Disaster Risk Reduction verursachen Erdbeben zudem rund 25,6 Prozent der globalen wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen. Besonders deutlich wird dabei: Häufig sind nicht die Erdbeben selbst die Hauptursache für Todesfälle, sondern einstürzende Gebäude und unzureichend vorbereitete Infrastrukturen.
Der internationale Gedenktag macht deshalb deutlich, dass die Auswirkungen von Erdbeben durch gezielte Maßnahmen erheblich reduziert werden können. Dazu zählen unter anderem strengere Bauvorschriften, widerstandsfähigere Infrastruktur, bessere Risikoanalysen, Frühwarnsysteme sowie eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung. Der Tag soll dazu beitragen, das Gedenken an die Opfer mit konkretem Handeln zu verbinden – für mehr Resilienz gegenüber künftigen Erdbebenereignissen weltweit.
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(Bildquelle: KI-generiert)

