Am 30. Juli 2026 ist der weltweite Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) erreicht. Ab diesem Tag hat die Menschheit rechnerisch mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Dazu zählen unter anderem Acker- und Weideland, Wälder, Fischbestände sowie die Fähigkeit von Ökosystemen, CO₂ aufzunehmen.

Ein Beispiel für die Folgen dieses Ressourcenverbrauchs ist die anhaltende Abholzung tropischer Regenwälder. Wälder speichern große Mengen Kohlenstoff, regulieren den Wasserhaushalt und bilden die Lebensgrundlage zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Ihr Verlust beschleunigt den Klimawandel, verringert die Biodiversität und schwächt wichtige Ökosystemleistungen.

Nach Berechnungen des Global Footprint Network wären derzeit 1,73 Erden erforderlich, um den globalen Ressourcenverbrauch dauerhaft zu decken. Zwar fällt der Erdüberlastungstag in diesem Jahr sechs Tage später als 2025, dies ist jedoch überwiegend auf aktualisierte Datengrundlagen und Berechnungsmethoden zurückzuführen – nicht auf einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Der Erdüberlastungstag verdeutlicht die Notwendigkeit, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften gegenüber Umwelt- und Klimarisiken zu stärken. Ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen trägt nicht nur zum Klima- und Umweltschutz bei, sondern reduziert langfristig auch Risiken für Versorgungssicherheit, Gesundheit und Infrastruktur.

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(Bildquelle: Unsplash)