Erasmus Plus Projekte
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Das Projekt RESILIENT VOICES, gefördert durch das Programm Erasmus+ KA210-ADU, verfolgt das Ziel, benachteiligte Bevölkerungsgruppen in die Risikovorsorge einzubeziehen und ihre aktive Beteiligung zu stärken. Klimabedingte Gefahren wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Stürme treten in Europa immer häufiger und intensiver auf und treffen bestimmte Gruppen wie Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Frauen sowie Personen in sozial prekären Situationen besonders hart. Diese Gruppen haben oft nur eingeschränkten Zugang zu Informationen und Ressourcen, wodurch sie Katastrophen stärker ausgesetzt und weniger gut darauf vorbereitet sind. RESILIENT VOICES möchte diese Herausforderungen überwinden, indem inklusive Entscheidungsprozesse gefördert werden, die die Stimmen der am stärksten gefährdeten Menschen berücksichtigen. Ziel ist es, die Schere zwischen gefährdeten Gemeinschaften und politischen Entscheidungsträgern zu schließen und Strategien des Risikomanagements zu fördern, die den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen.
Die Initiative läuft von September 2025 bis September 2026 und wird von zwei Partnern getragen: Auxilia in Frankreich, das Fachwissen in den Bereichen Bürgerbeteiligung und ökologischer Wandel einbringt, und dem Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV), das seine Expertise in der Katastrophenvorsorge und im Risikomanagement beisteuert. Gemeinsam wollen die Partner eine inklusive Governance-Strategie für die Risikovorsorge entwickeln und eine Kultur des Risikobewusstseins fördern.
Das Projekt verfolgt vier zentrale Ziele: die Analyse der Herausforderungen, denen gefährdete Gruppen vor, während und nach Katastrophen begegnen; die Entwicklung leicht zugänglicher und kultursensibler Methoden zur Risikokommunikation; inklusive Risikomanagementmaßnahmen zu entwickeln; sowie die Anregung einer europäischen Diskussion über die Einbeziehung vulnerabler Gruppen in das Risikomanagement. Um diese Ziele zu erreichen, werden zunächst Befragungen und Interviews in zwei Pilotregionen in Frankreich und Deutschland durchgeführt, um die Wahrnehmung von Risiken und die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Gruppen zu verstehen. Im Jahr 2026 folgen partizipative Workshops, in denen Bürgerinnen und Bürger, lokale Entscheidungsträger und Fachleute gemeinsam Kriterien für akzeptable Risikomanagementmaßnahmen entwickeln und Empfehlungen für die Integration in lokale Strategien erarbeiten. Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse in einem europäischen Leitfaden zusammengefasst, ergänzt durch Infografiken und Webinare, um die Übertragbarkeit auf andere Regionen zu erleichtern.
Projektdauer
September 2025 – September 2026
Zuwendungsgeber
Erasmus plus | KA210-ADU
Projektkoordinator
Auxilia
Projektpartner
Hansestadt Buxtehude, Communauté de communes d’Erdre et Gesvres
ERDAI – Stärkung der Resilienz durch digitale Ansätze und Inklusion
Das im Rahmen des Programms Erasmus+ KA210-VET finanzierte Projekt ERDAI (Empowering Resilience through Digital Approaches and Inclusion) widmet sich der Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Lernenden und Lehrenden in der schulischen Berufsbildung. In einer Zeit zunehmender globaler Unsicherheiten und Krisen stehen Bildungseinrichtungen vor der Herausforderung, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch die psychosoziale Resilienz und Anpassungsfähigkeit junger Menschen zu fördern. Das Projekt setzt hierbei an der Schnittstelle von Digitalisierung und Inklusion an, um Barrieren abzubauen und innovative Lernformate für heterogene Zielgruppen zugänglich zu machen.
Die Initiative läuft von September 2025 bis August 2027 und wird von einem Konsortium aus drei europäischen Bildungseinrichtungen sowie dem Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) getragen. Unter der Leitung des Georg-Kerschensteiner-Berufskollegs (Deutschland) arbeiten das Lycée des Métiers Entre Meurthe et Sânon (Frankreich) und das Liceum Ogólnokształcące im. Władysława Broniewskiego (Polen) zusammen, um Best-Practice-Beispiele auszutauschen und neue pädagogische Werkzeuge zu entwickeln.
Das DKKV bringt seine Expertise in der Risiko- und Krisenkommunikation sowie der Katastrophenvorsorge ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der inhaltlichen Begleitung von Lehrerfortbildungen und der Entwicklung von Serious Games. Durch die Integration von spielerischen Ansätzen und realitätsnahen Szenarien sollen komplexe Themen wie Klimawandel, Vorsorge und Krisenbewältigung greifbar gemacht werden. Zudem unterstützt das DKKV den Transfer der Projektergebnisse in nationale und internationale Netzwerke, um die im Projekt entwickelten Ansätze langfristig in der Bildungslandschaft zu verankern.
Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele: Erstens die Professionalisierung von Lehrkräften im Umgang mit digitalen und inklusiven Methoden (Diklusivität). Zweitens die Förderung der psychischen Resilienz der Schüler:innen durch gezielte Bildungsangebote. Drittens die Etablierung einer europäischen Partnerschaft, die den Austausch über nationale Bildungssysteme hinweg fördert und gemeinsame Strategien für eine krisenfeste Berufsbildung entwickelt.
Projektdauer
September 2025 – August 2027
Zuwendungsgeber
Erasmus plus | KA210-VET
Projektkoordinator
Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Troisdorf
Projektpartner
Liceum Ogólnokształcące im. Władysława Broniewskiego w Bolesławcu (Polen), Lycée des Métiers Entre Meurthe et Sânon (Frankreich)
Aktuelle Informationen
DKKV Teilnahme an Erasmus Plus ERDAI Lehrerfortbildung
Im Rahmen der ERASMUS+-Lehrerfortbildung ERDAI nahm das DKKV am 24. November mit einem Beitrag zur Resilienz in der Katastrophenvorsorge teil. Das DKKV gab einen kompakten Einblick in Risiko- und Krisenkommunikation. Die Fortbildung vereinte Schulpsycholog:innen,...



