Am 21. und 22. September 2026 wurde der Großraum Tokio sowie angrenzende Präfekturen vom Taifun Dujuan getroffen. Der 25. Taifun der Saison zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 km/h an der ostjapanischen Küste entlang und brachte extreme Niederschläge mit sich. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde überstiegen die Regenmengen binnen zwei Tagen stellenweise den gesamten Monatsdurchschnitt für den September.
Infolge der anhaltenden Starkregenfälle und Erdrutsche kamen in den Präfekturen Chiba und Kanagawa mindestens vier Menschen ums Leben, weitere Personen gelten als vermisst. Aufgrund der tiefgreifenden Durchfeuchtung der Böden warnten die Katastrophenschutzbehörden auch am 23. September weiterhin vor nachfolgenden Hangrutschungen.
Das Extremwetterereignis führte zu spürbaren Beeinträchtigungen der kritischen Infrastrukturen und der Grundversorgung. Im Umland der Hauptstadt waren zeitweise mehr als 9.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen, nachdem Sturmböen und Hangrutsche Leitungssegmente beschädigten. Die Behörden sprachen vorsorgliche Evakuierungsempfehlungen für bis zu 1,6 Millionen Anwohner:innen aus.
Im Verkehrssektor kam es am 21. und 22. September zu großflächigen Ausfällen: Mehr als 270 Flüge wurden storniert, und auf mehreren Schienenstrecken in den Präfekturen Chiba, Kanagawa und Shizuoka musste der Betrieb zeitweise unterbrochen werden. Zudem wurden Großveranstaltungen im Großraum Tokio vorzeitig beendet oder abgesagt. Das Unwettergeschehen unterstreicht die Komplexität kaskadierender Risiken, wenn Extremniederschläge auf stark verdichtete urbane Räume und instabile Hanglagen treffen.
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(Bildquelle: Pixabay)

