Eine schwere Sturzflut hat am 26. August 2026 das Grenzgebiet zwischen Nepal und der chinesischen autonomen Region Tibet getroffen. Besonders betroffen sind die nepalesischen Distrikte Rasuwa und Nuwakot sowie der tibetische Kreis Gyirong. Große Mengen Wasser, Schlamm, Geröll und Eis flossen durch die engen Flusstäler und zerstörten zahlreiche Gebäude, Straßen und Brücken. Die Verbindung zwischen Kathmandu und Tibet, die auch von Reisenden und Pilger genutzt wird, wurde an mehreren Stellen unterbrochen.

Die Zahl der Todesopfer steigt weiterhin. Nach derzeitigen Angaben wurden in Nepal mindestens 469 Tote bestätigt, während aus Tibet zunächst fünf Todesopfer gemeldet wurden. Gleichzeitig gelten mehr als 1.500 Menschen als vermisst.

Als mögliche Ursache der Sturzflut wird ein Gletscher- und Felsabbruch im Himalaya genannt. Dabei wurden große Mengen Eis, Gestein und Wasser mobilisiert, die sich in den Flusssystemen Bhotekoshi und Trishuli zu einer zerstörerischen Flutwelle entwickelten. Das Ereignis verdeutlicht die besondere Gefährdung hochalpiner Regionen durch das Zusammenwirken von Gletscherprozessen, Hanginstabilitäten und Starkniederschlägen.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten werden durch die schwierige Topografie sowie zerstörte Verkehrswege erheblich erschwert. Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Armee und weiteren Organisationen sind an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt. Zahlreiche Menschen konnten bereits mit Hubschraubern aus abgeschnittenen Gebieten evakuiert werden. Gleichzeitig mussten die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen werden, da sich infolge der Ereignisse ein instabiler See hinter einer natürlichen Barriere aus Geröll und Sedimenten gebildet hat. Am 28. August kam es dort zu einem Überlaufen, wodurch die Gefahr weiterer Überschwemmungen bestand.

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(Bildquelle: Unsplash)