Nachdem Ungarn sich aufgrund des sinkenden Donaupegel dazu entschlossen hat das Atomkraftwerk Paks vom Netz zu nehmen, hat sich Rumänien dazu entschieden auf eine andere Art auf die anhaltende Dürre und die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände der Donau zu reagieren: Um die Wasserversorgung des Kernkraftwerks Cernavodă sicherzustellen, wurden Felsen im Flussbett kontrolliert gesprengt. Ziel war es, den Wasserfluss zu verbessern und die Entnahme von Kühlwasser für die beiden Reaktoren auch bei anhaltendem Niedrigwasser zu gewährleisten.

Nach Angaben der rumänischen Behörden befindet sich der Wasserstand der Donau deutlich unter den für diese Jahreszeit üblichen Werten. Die Arbeiten konzentrieren sich auf einen Abschnitt flussaufwärts des Kernkraftwerks und sollen den Abfluss des Wassers in Richtung der Kühlwasserentnahme erleichtern.

Die Auswirkungen des Niedrigwassers beschränken sich jedoch nicht auf die Energieversorgung. Auch die Schifffahrt auf der Donau ist erheblich betroffen. Schiffe können vielerorts nur mit reduzierter Ladung verkehren oder müssen ihre Geschwindigkeit anpassen, um Grundberührungen zu vermeiden. Dadurch kommt es zu Verzögerungen im Güterverkehr und zu steigenden Transportkosten.

Mehr Informationen finden Sie hier.

(Bildquelle: Pixabay)