Zum Ende des Monats Juli werden in Teilen Deutschlands erneut hohe Temperaturen erwartet. Auch wenn die prognostizierte Hitze voraussichtlich nicht das Ausmaß der Hitzewelle im Juni 2026 erreichen wird, ist eine frühzeitige Vorbereitung auf Hitzeperioden sinnvoll. Um über Risiken, Auswirkungen und Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren, bündelt das DKKV aktuelle Informationen und weiterführende Angebote zum Thema Hitze.
Hitze zählt zu den Naturgefahren mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit, Infrastruktur und Gesellschaft. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt, dass die Hitzewelle im Juni 2026 mit mehr als 5.000 hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland verbunden war. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier. Diese außergewöhnliche Hitzewelle wurde kürzlich in einer Attributionsstudie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) untersucht. Der DWD kommt zu dem Ergebnis, dass das Ereignis in einem um 1,3 °C kühleren, vorindustriellen Klima statistisch nicht möglich gewesen wäre. Für den heißesten Tag der Hitzewelle lag die Intensität deutschlandweit im Mittel rund 3,0 °C über einem vorindustriellen Klima; über einen Zeitraum von sieben Tagen betrug der Unterschied durchschnittlich 3,2 °C. Die Studie untersucht zudem, wie sich die Wahrscheinlichkeit und Intensität vergleichbarer Hitzeereignisse unter heutigen und zukünftigen Klimabedingungen verändern. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Neben den gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung stellen anhaltende Hitzeperioden auch soziale Einrichtungen vor wachsende Herausforderungen. Eine bundesweite Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes zeigt, dass viele Einrichtungen bereits heute durch hohe Temperaturen belastet sind. Genannt werden unter anderem fehlende bauliche Schutzmaßnahmen, eine zunehmende Belastung von Mitarbeitenden sowie steigende Anforderungen bei der Betreuung besonders hitzegefährdeter Menschen. Die Ergebnisse der Umfrage und weitere Informationen finden Sie hier.
Um die Bevölkerung beim Hitzeschutz zu unterstützen, hat das Umweltbundesamt (UBA) sein Informationsangebot erweitert. Ergänzend zum „Hitzeknigge“ steht nun auch ein Hitze-Ratgeber in Leichter Sprache zur Verfügung. Dieser vermittelt wichtige Informationen und Verhaltensempfehlungen für heiße Tage in verständlicher Form und soll die bestehenden Angebote zum Hitzeschutz ergänzen. Mit der Veröffentlichung in leichter Sprache soll das Informationsangebot möglichst viele Menschen erreichen und der Zugang zu Informationen zur Hitzeprävention erleichtert werden.
Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt Informationen zum Umgang mit Hitze und Dürre bereit. Der Ratgeber „Vorsorgen und Handeln bei Hitze und Dürre„ informiert über mögliche Auswirkungen langanhaltender Hitze- und Trockenperioden und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen auf diese Ereignisse vorbereiten können. Dabei werden unter anderem Aspekte des persönlichen Schutzes, der Wasservorsorge und des Umgangs mit hitzebedingten Belastungen thematisiert.
Das DKKV bündelt auf der Themenseite „Hitze“ aktuelle Informationen zu Ursachen und Auswirkungen von Hitzeereignissen sowie Hinweise zur Hitzevorsorge und weiterführende Informationsangebote. Dort finden Sie außerdem Verlinkungen zu aktuellen Beiträgen und Publikationen rund um das Thema Hitze.
(Bildquelle: Unsplash)

