Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine aktuelle saisonale Klimavorhersage für den Zeitraum Februar bis Juni 2026 veröffentlicht. Die Vorhersage beschreibt keine konkreten Wetterereignisse, sondern zeigt klimatische Tendenzen über mehrere Monate hinweg im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991–2020 auf und ist entsprechend mit Unsicherheiten verbunden.

Für Deutschland weist die Vorhersage insgesamt auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlich warme Bedingungen im Frühjahr 2026 hin. Für den frühen Frühling (Februar bis April) zeigt sich eine leichte Tendenz zu wärmeren Temperaturen, wobei die Vorhersagequalität hier als gering eingestuft wird. Für den Frühling (März bis Mai) sowie den späten Frühling (April bis Juni) prognostiziert der DWD hingegen eine moderate Tendenz zu einem wärmeren Verlauf, bei mittlerer bis relativ guter Vorhersagequalität.

Die Ergebnisse werden durch internationale Multi-Modell-Vorhersagen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) grundsätzlich bestätigt, wenngleich diese teils geringere Wahrscheinlichkeiten für warme Anomalien ausweisen. Zusätzlich hat der DWD eine statistisch selektierte Vorhersage herangezogen, die know-how-basiert großräumige Zirkulationsmuster berücksichtigt und für Deutschland ebenfalls überwiegend normale bis warme Bedingungen erwarten lässt.

Im Hinblick auf weitere klimatische Einflussfaktoren verweist der DWD unter anderem auf den Übergang von einem schwachen La-Niña-Zustand hin zu neutralen ENSO-Bedingungen sowie auf weiterhin ungewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen in Teilen des Nordatlantiks, der Ostsee und des Mittelmeers. Für die Bodenfeuchte in Deutschland wird für den Zeitraum Februar bis Juni 2026 eine leichte Tendenz zu trockeneren Bedingungen beschrieben, insbesondere in Teilen Ostdeutschlands, wobei die Vorhersageunsicherheit auch hier hoch ist.

Der DWD betont, dass saisonale Klimavorhersagen vor allem der strategischen Einordnung dienen und insbesondere für langfristige Planungen, etwa in der Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Energieversorgung oder im Bevölkerungsschutz, genutzt werden können. Kurzfristige Wetterentwicklungen und Extremereignisse lassen sich daraus jedoch nicht direkt ableiten.

Den vollständigen Bericht können Sie hier lesen.

(Bildquelle: unsplash)