Der Bundespreis „Blauer Kompass“ feiert sein zehnjähriges Bestehen und startet in eine neue Wettbewerbsrunde. Seit einem Jahrzehnt zeichnet der Preis innovative und wirksame Projekte zur Klimavorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Der bundesweite Wettbewerb wird gemeinsam vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und dem Umweltbundesamt (UBA) ausgelobt. Bewerbungen sind ab sofort möglich, Bewerbungsschluss ist der 20. März 2026.

In diesem Jahr richtet sich der Wettbewerb erstmals auch gezielt an Schulen, die mit einer eigenen Kategorie angesprochen werden. Neben Schulen können sich weiterhin Kommunen, private und kommunale Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen bewerben. Pro Gewinnerprojekt ist der Preis mit 25.000 Euro dotiert.

Ziel des Bundespreises ist es, gelungene Beispiele für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen. Gesucht werden Projekte, die konkrete Antworten auf Herausforderungen wie Hitze, Dürre oder Starkregen liefern und nachhaltige Lösungen zur Klimaanpassung umsetzen. Die Bewerbung ist in fünf Kategorien möglich und erfolgt online über diesen Link.

Bundesumweltminister Carsten Schneider betont, dass Extremwetterereignisse auch in Deutschland zunehmend spürbar seien und es deshalb gute Ideen und wirksame Lösungen für die Klimavorsorge brauche. Mit dem Blauen Kompass würden herausragende Projekte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen ausgezeichnet, die diesen Herausforderungen aktiv begegnen. Besonders freue ihn, dass mit der neuen Wettbewerbsrunde erstmals auch Schulen angesprochen werden, da junge Menschen häufig besonders kreative Ansätze entwickeln. UBA-Präsident Dirk Messner unterstreicht, wie wichtig es sei, die vielen bestehenden Beispiele guter Praxis stärker bekannt zu machen, da immer mehr Menschen die Auswirkungen des Klimawandels im Alltag erlebten.

Nach Abschluss der Bewerbungsphase nominieren BMUKN und UBA insgesamt 25 Projekte, die von einer Fachjury bewertet werden. Unterstützt werden sie dabei unter anderem vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Wettbewerbsbüro co2online. Anfang Juli 2026 bestimmt die Jury je Kategorie ein Gewinnerprojekt. Zusätzlich wird ein Community-Preis vergeben, über den die Öffentlichkeit ab dem 16. Juni 2026 per Online-Voting abstimmen kann.

Die Preisverleihung findet am 17. September 2026 im Rahmen der Woche der Klimaanpassung bei einer feierlichen Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin statt. Die ausgezeichneten Projekte erhalten neben dem Preisgeld Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem durch die Erstellung eines professionellen Kurzfilms. Weitere Informationen sowie Unterstützungsangebote zur Bewerbung, etwa ein Online-Webinar des Zentrums KlimaAnpassung (ZKA) am 4. März 2026, sind ebenfalls über das Wettbewerbsumfeld abrufbar.

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(Bildquelle: KI-Generiert)