Das Umweltbundesamt (UBA) hat mit dem „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention 4.0“ aktualisierte Umweltkostensätze veröffentlicht. Ziel ist es, Umwelt- und Klimaschäden in Geldwerte zu überführen und damit politische sowie wirtschaftliche Entscheidungen fundierter zu unterstützen.
Nach aktuellen Modellierungen verursachen die im Jahr 2024 in Deutschland freigesetzten Treibhausgasemissionen über ihre Verweildauer in der Atmosphäre globale Wohlfahrtsverluste in Höhe von rund 647 Milliarden Euro. Berücksichtigt werden dabei Schäden für heutige und künftige Generationen gleichermaßen. Die Berechnungen basieren auf den im neuen Handbuch veröffentlichten Klimaschadenskostensätzen sowie vorläufigen Emissionsdaten für 2024.
Das UBA macht deutlich, dass Umweltbelastungen nicht nur ökologische, sondern auch erhebliche ökonomische und gesundheitliche Folgen haben. Dazu zählen unter anderem Ernteausfälle infolge von Dürren, Schäden an Infrastruktur durch Überschwemmungen oder Atemwegserkrankungen durch Luftschadstoffe. Die Monetarisierung dieser Schäden soll ihre Größenordnung sichtbar machen und als Entscheidungsgrundlage für Management-, Investitions- und Gesetzgebungsprozesse dienen.
Neben Treibhausgasen enthält das Handbuch aktualisierte Kostensätze für Emissionen von Luftschadstoffen, Umweltwirkungen der Strom- und Wärmeerzeugung, Verkehrs- und Lärmeffekte, Emissionen von Stickstoff und Phosphor sowie Umweltwirkungen in der Landwirtschaft. Die Werte beruhen auf Modellierungen und stellen bundesweite Durchschnittswerte dar; für lokale Bewertungen werden ergänzend regionale Daten empfohlen.
Mit der neuen Methodenkonvention unterstreicht das UBA, dass ambitionierter Klimaschutz nicht nur ökologisch geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist: Jede vermiedene Tonne Treibhausgase reduziert reale Schäden an Gesundheit, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.
Weitere Informationen sowie das „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention 4.0“ sind hier abrufbar.
(Bildquelle: KI-Generiert)

