Ein massiver Wintersturm hat am Wochenende weite Teile der USA erfasst und mehr als 140 Millionen Menschen unter Wintersturmwarnungen gestellt. Schnee, Eisregen und gefrierender Regen führten in zahlreichen Bundesstaaten zu gefährlichen Straßenverhältnissen, massiven Verkehrsbehinderungen und großflächigen Stromausfällen.

Bereits am Samstagmorgen wurden Schneefälle und Eisbildung unter anderem in Oklahoma, Texas, Tennessee, Kansas, Missouri und Iowa gemeldet. In mehreren Bundesstaaten sowie in Washington D.C. wurde der Notstand ausgerufen. Bis zum Wochenende waren über 130.000 Haushalte ohne Strom, tausende Flüge wurden gestrichen und zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden. Energieversorger bereiteten sich auf länger anhaltende Ausfälle vor, da sich dicke Eisschichten auf Bäumen und Stromleitungen bildeten.

Besonders problematisch ist die Kombination aus starkem Niederschlag und extrem niedrigen Temperaturen. Meteorolog:innen warnen, dass Schnee und Eis nur sehr langsam schmelzen werden und dadurch auch die Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten erheblich behindert werden. Für Teile der südlichen Ebenen bis in den Nordosten werden Schneemengen von über 30 Zentimetern erwartet, während in anderen Regionen „katastrophale Eisakkumulation“ prognostiziert wird.

Neben den infrastrukturellen Auswirkungen stellt die Kälte auch eine direkte Gefahr für Menschen dar. In New York wurden mehrere Todesfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit den extremen Wetterbedingungen stehen.

Der Wintersturm zeigt eindrücklich, wie stark selbst Regionen, die nur selten mit solchen Wetterlagen konfrontiert sind, von kombinierten Extremereignissen aus Schnee, Eis, Wind und Kälte betroffen sein können – und wie sehr kritische Infrastrukturen und Bevölkerung gleichzeitig unter Druck geraten.

Mehr Informationen hier.

(Bildquelle: Pixabay)