Das CEDIM – Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology hat einen neuen forensischen Katastrophenbericht zu den Landschaftsbränden in Süd-Zentral-Chile im Januar 2026 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die Brände in den Regionen Biobío, Ñuble und La Araucanía, die trotz vorheriger Warnungen vor außergewöhnlich hohen Temperaturen zwischen dem 16. und 18. Januar ausbrachen.
Nach offiziellen Angaben waren zwischen dem 17. und 21. Januar rund 40.000 Hektar Fläche betroffen. Mehr als 2.000 Häuser wurden zerstört, über 20.000 Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen und 21 Menschen kamen ums Leben. Besonders betroffen war die Gemeinde Penco östlich des Ballungsraums Concepción, wo sich die größten zusammenhängenden Brände ereigneten.
Der Bericht hebt hervor, dass diese Ereignisse nicht aufgrund ihrer Flächenausdehnung, sondern wegen ihrer Lage an der Schnittstelle zwischen Wildnis und urbanem Raum zu besonders hohen Schäden für die Bevölkerung führten. Damit ordnen sich die Brände in eine Reihe vergleichbarer Ereignisse der jüngeren chilenischen Geschichte ein, bei denen ähnliche räumliche Konstellationen zu erheblichen Auswirkungen führten.
Der Bericht ist Teil der forensischen Katastrophenanalysen von CEDIM und zeigt, wie die detaillierte Aufarbeitung einzelner Ereignisse dazu beitragen kann, Risikotreiber besser zu verstehen und Vorsorgemaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
(Bildquelle: Pixabay)

