Am 15. September 2026 sind die beiden Satelliten FLEX (FLuorescence EXplorer) und Copernicus Sentinel-3C an Bord einer Vega-C-Rakete von Kourou in Französisch-Guayana aus gestartet. Gemeinsam sollen sie neue Erkenntnisse über den Zustand und die Entwicklung der globalen Vegetation liefern.

FLEX misst dabei die sogenannte Chlorophyll-Fluoreszenz – eine für das menschliche Auge unsichtbare Strahlung, die Pflanzen während der Photosynthese abgeben. Anhand dieser Messungen lässt sich erkennen, wie aktiv Pflanzen sind und ob sie beispielsweise unter Hitze- oder Trockenstress stehen. Veränderungen können dabei bereits sichtbar werden, bevor Schäden an der Vegetation von außen erkennbar sind.

Zeitgleich erfasst Sentinel-3C unter anderem Informationen zur Landoberfläche, Oberflächentemperatur, Atmosphäre, Bewölkung und zu Aerosolen. Durch die nahezu zeitgleichen Messungen beider Satelliten können die Daten miteinander verknüpft werden. Dadurch entsteht ein detaillierteres Bild über den Zustand der Vegetation und die Bedingungen, denen Pflanzen ausgesetzt sind.

Die gewonnenen Daten können unter anderem für die Landwirtschaft, Ernteplanung und die Beobachtung klimabedingter Veränderungen genutzt werden. Damit leisten die Satelliten auch einen Beitrag zur Bewertung von Risiken für die landwirtschaftliche Produktion und zur langfristigen Versorgungssicherheit.

Deutschland ist an der FLEX-Mission maßgeblich beteiligt. Unter anderem wurden wichtige Komponenten des Satelliten von deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickelt. Die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt(DLR) koordiniert die deutschen Beiträge zur Mission.

Das DLR ist institutioneller Partner des DKKV.

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(Bildquelle: Unsplash)