Der aktuelle Bericht „Natural catastrophes in 2025: The persistent rise of wildfire and storm risk“ des Swiss Re Institute analysiert die weltweiten Schäden durch Katastrophenereignisse im Jahr 2025 und zeigt eine weiterhin steigende Belastung durch insbesondere Waldbrände und schwere Stürme.
Nach Angaben des Berichts beliefen sich die versicherten Schäden durch Katastrophenereignisse weltweit auf rund 107 Milliarden US-Dollar. Einen besonders hohen Anteil daran hatten sekundäre Gefahren wie Landschaftsbrände und schwere konvektive Stürme, die zusammen etwa 92 % der versicherten Schäden verursachten. Allein die Landschaftsbrände in der Region Los Angeles trugen mit geschätzten 40 Milliarden US-Dollar erheblich zu den Gesamtschäden bei.
Der Bericht verdeutlicht, dass sich die Risikolandschaft verändert: Während große Einzelereignisse wie tropische Wirbelstürme weiterhin hohe Schäden verursachen können, gewinnen häufiger auftretende Extremereignisse – darunter Landschaftsbrände, Hagelstürme und Gewitterstürme – zunehmend an Bedeutung. Diese Ereignisse treffen häufiger dicht besiedelte Räume und führen dadurch zu steigenden wirtschaftlichen Verlusten.
Besonders Landschaftsbrände entwickeln sich weltweit zu einer wachsenden Herausforderung für das Risikomanagement. Zunehmende Temperaturen, längere Trockenperioden und veränderte Vegetationsbedingungen können die Entstehung und Ausbreitung von Bränden begünstigen. Gleichzeitig erhöht die zunehmende Besiedlung von Übergangsräumen zwischen Vegetation und Siedlungen die Exposition gegenüber diesen Ereignissen.
Trotz steigender versicherter Schäden bleibt die globale Versicherungslücke weiterhin groß. Ein erheblicher Anteil der durch Katastrophen verursachten wirtschaftlichen Verluste ist nach wie vor nicht abgesichert. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 80 bis 90 Prozent der Schäden durch Naturgefahren nicht versichert. Besonders betroffen sind dabei Regionen mit geringerer Versicherungsdurchdringung, in denen fehlende finanzielle Absicherung die langfristige Bewältigung und den Wiederaufbau nach Katastrophen erschwert.
Die Ergebnisse zeigen: Die Entwicklung von Katastrophenrisiken hängt nicht allein von der Intensität einzelner Gefahrenereignisse ab, sondern zunehmend von ihrem Zusammenspiel mit gesellschaftlicher Verwundbarkeit und wachsender Exposition. Eine vorausschauende Risikovorsorge bleibt daher ein zentraler Bestandteil eines zukunftsfähigen Katastrophenrisikomanagements.
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(Bildquelle: Unsplash)

