Netzwerke & Koopera­tionen

 

Das DKKV vernetzt national und international zwischen Akteuren und Initiativen aus den Bereichen Krisen- und Katastrophenvorsorge, Nachhaltigkeit, Klimawandelanpassung und Resilienz. Gerade das Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015-2030 fordert eine breit aufgestellte Kooperation von Akteuren aus allen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. Wissenschaft und Forschung, Administration, Politik, Praxis) und über die Landesgrenzen hinweg. Dafür sind wir in eine Vielzahl von nationalen und internationalen Netzwerken aktiv eingebunden und kooperieren mit diesen Partnern in unterschiedlichen Kontexten.

Nachfolgend sind einige dieser Netzwerke und Kooperationen aufgeführt und erläutert.

Regional

Bonner Netzwerk

Das Bonner Netzwerk – Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement – ist ein Zusammenschluss aus zahlreiche Organisationen und Institutionen des Katastrophenschutzes, die in Bonn ansässig sind. Neben Einrichtungen der Vereinten Nationen gehören auch Bundesbehörden, Wissenschaftsinstitutionen, Entwicklungsorganisationen, Unternehmen, Hilfswerke, Nichtregierungsorganisationen und viele andere mehr dazu.

Das DKKV ist Gründungsmitglied und aktiv in der Gestaltung eingebunden. So hat das DKKV seit 2020 das Sekretariat des Netzwerkes übernommen und ist damit erste Anlaufstelle für Fragen und Organisatorisches rund um das Netzwerk.

Sicherheitsforschung.NRW

Das Forschungsprojekt Sicherheitsforschung.NRW erfasst die Vielfalt und Diversität sicherheitspolitischer Forschung in und aus Nordrhein-Westfalen über ein deutschlandweit einmaliges Mapping-Projekt und will dies anschließend öffentlichkeitswirksam im In- und Ausland verfügbar machen. Dabei werden aus geistes- und technikwissenschaftlicher Perspektive die zur Gefahrenabwehr zuständigen Akteure aus Politik, Verwaltung und Sicherheitsbehörden identifiziert .

Das DKKV ist als zivile Forschungsinstitution mit den Forschungsschwerpunkten: Folgen des Klimawandels, Katastrophenschutz, Kritische Infrastruktur, und Pandemien gelistet. Desweiteren sind Forschungsprojekte an denen das DKKV beteiligt ist, wie das MYrisk Projekt, dort aufgeführt.

National

Klimanavigator

Der Klimanavigator ist ein nationales Webportal mit Lotsenfunktion zu Klima- und Umweltinformationen in Deutschland. Dieses Portal bündelt und weist den Weg zu dem in der Wissenschaft vorhandenen Klimawissen und Wissen zu Anpassungsoptionen bzw. zu den jeweils einschlägigen Organisationen und Einrichtungen.

Das DKKV ist Mitglied des Klimanavigator-Netzwerkes und nutzt dieses um Wissen in das Netzwerk einzubringen und relevante Themen an DKKV Mitglieder weiterzuleiten.

NKS

Die Nationale Kontaktstelle für das Sendai Rahmenwerk der UN (National Focal Point) wurde 2017 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Auswärtigen Amts (AA) und des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingerichtet. Ihre Aufgabe ist die Steuerung der Umsetzungsprozesse des Sendai Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge in Deutschland. Dazu stellt sie die Berichterstattung gegenüber der Internationalen Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen (UNISDR) sicher, koordiniert und unterstützt die nationale Umsetzung des Sendai Rahmenwerks und die damit verbundenen Aktivitäten in der Netzwerkarbeit, der Öffentlichkeitsarbeit und der Administration.

Das DKKV steht in regelmäßigem Kontakt mit der Nationalen Kontakstelle (NKS) und ist beispielsweise an gemeinsamen Veranstaltungen wie der Fachtagung Katastrophenvorsorge beteiligt.

Europäisch

AFPCNT

Die Association française pour la prévention des catastrophes naturelles et technologiques (AFPCNT) ist eine französische Organisation, die sich darauf konzentriert, die Auswirkungen von Katastrophen durch Vorbeugung, Vorbereitung und Reaktion zu verringern. Sie arbeitet daran, die Resilienz der Bevölkerung zu verbessern und die Öffentlichkeit durch Bildung und Forschung für Katastrophenrisiken zu sensibilisieren, indem es unter anderem Akteure der Katstrophenvorsorge aus der Forschung, Politik und Zivilgesellschaft zusammen bringt.

Seit 2019 treffen sich DKKV und AFPCNT zum monatlichen Onlinestammtisch um sich über deutsch-französische sowie europäische Katastrophenvorsorge auszutauschen. In regelmäßigen Abständen werden gemeinsame Veranstaltungen geplant und durchgeführt.

CERIS EU

Die Community for European Research and Innovation for Security (CERIS) ist eine von der Europäischen Kommission gegründete Plattform, mit dem Ziel die Interaktion zwischen der Sicherheitsforschungsgemeinschaft und den Nutzern der Forschungsergebnisse zu erleichtern. Regelmäßig werden thematische Veranstaltungen für die Sicherheitsforschungsgemeinschaft organisiert.

Das DKKV ist Mitglied dieser Plattform und ist mit einem Vorstandsmitglied in der Expert:innengruppe “Risikomodellierung und Komplexität” vertreten.

E-STAG

Die European Science and Technology Group (E-STAG) wurde 2018 gegründet, um den Bedarf der Wissenschafts- und Technologiegemeinschaft an einer besseren Integration in die Bemühungen zur Verringerung des Katastrophenrisikos zu decken. Ziel der E-STAG ist es, neuen Herausforderungen im Bereich der Katastrophenvorsorge anzugehen und einen Beitrag zur Forschung und zur evidenzbasierten Umsetzung des Sendai-Rahmens zu leisten.

Das DKKV beteiligt sich mit einem Vorstandsmitglied in der Expert:innengruppe und agiert als Wissensmittlerer.

interNational

DERN

Das Disaster and Emergency Resilience Network wurde mit dem Ziel gegründet, Wissenschaftler:innen die Möglichkeit zu geben, ihre Studien und Projekte aus aller Welt auszutauschen und mit gleichgesinnten Forscher:innen zu den Themen Katastrophenrisikomanagement und Gleichberechtigung zusammenzuarbeiten. Daraus hat sich ein Emailverteiler entwickelt, den alle Mitglieder nutzen können, um sich gegenseitig Arbeiten zu schicken, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und Diskussionen über ihre Themen zu führen.

Die DKKV Geschäftsstelle ist hier Mitglied und nutzt das Netzwerk zur Dissemination von Informationen und Veranstaltungen und gibt relevante Informationen an DKKV Mitglieder weiter.

GIKRM/GIDRM

Die Globale Initiative Katastrophenrisikomanagement ist ein Projekt mit dem Ziel, den deutschen Beitrag zur Verbesserung des weltweiten Katastrophenrisikomanagements zu stärken und die Umsetzung des Sendai Framework for Disaster Risk Reduction (SFDRR) zu unterstützen. Das Projekt wurde 2013 vom BMZ ins Leben gerufen und wird bis dato von der giz durchgeführt. Die Initiative setzt sich für risiko- informierte Entwicklung ein.

Das DKKV ist im persönlichen Kontakt mit der Initiative und unterstützt immer wieder Aktivitäten wie z.B. das Wissensnetzwerk Frühwarnung und Hotel Resilient

GLOMOS

Das Global Mountain Safeguard Research (GLOMOS) ist ein Programm und eine wissenschaftliche Allianz der UNU-EHS und der Eurac Research. Das Ziel von GLOMOS ist es unter anderem, einen Beitrag zur Entwicklung resilienter Berggemeinschaften gegenüber natürlichen und vom Menschen verursachten Gefahren und Katastrophenrisiken zu leisten.

Das DKKV gehört zu den Kooperationspartnern von GLOMOS und nimmt immer wieder an Workshops teil.

GNDR

Das Global Network for Disaster Reduction (GNDR) ist ein internationales Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für Katastrophenrisikoreduzierung und die Stärkung der Resilienz von vulnerablen Gemeinschaften einsetzen. Es zielt darauf ab, die Anerkennung und Integration lokaler Perspektiven, Kapazitäten und Erfahrungen in die Politik und Praxis der Katastrophenvorsorge durch Lobbyarbeit und Wissensaustausch zu verbessern. GNDR unterstützt seine Mitglieder beim Aufbau katastrophenresistenter Gemeinschaften durch Kapazitätsaufbau, Sensibilisierung und Vernetzung.

Seit 2020 ist das DKKV Nationale Kontaktstelle für Deutschland und nimmt regelmäßig an Beiratssitzungen mit anderen europäischen Kontaktstellen teil.

ICLEI

ICLEI – Local Governments for Sustainability ist ein globales Netzwerk von über 1.750 Städten, Gemeinden und Regionen, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Es unterstützt seine Mitglieder durch Wissensaustausch, Kapazitätsaufbau und Lobbyarbeit in Fragen der lokalen Nachhaltigkeit und setzt sich für nachhaltige Gemeinschaften ein, die widerstandsfähig, gesund und lebenswert sind.

Das DKKV hat als Partner ICLEI bei der Ausrichtung des Resilient Cities Kongresses unterstützt und u.a. 2 Exkursionen für die Teilnehmer:innen angeboten.Über das Bonner Netzwerk tauscht sich das DKKV regelmäßig mit ICLEI aus.

IRDR

Integrated Research on Disaster Risk (IRDR) ist ein internationales Forschungsprogramm, welches die Herausforderungen zur Bewältigung von Katastrophen betrachtet und deren Auswirkungen mildern soll.
Darüber hinaus ist es das Ziel, politische Entscheidungs-mechanismen im Zusammenhang mit der Bewältigung und Vorbeugung von Auswirkungen aus Naturereignissen zu verbessern. Finanziert wird das IRDR unter anderem vom UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR) und dem internationalen Wissenschaftsrat (ISC). Zur Unterstützung der Forschung gibt es ein Netzwerk von nationalen Komitees in den Mitgliedsstaaten der UN.

Das DKKV ist die nationale Kontaktstelle für Deutschland und dient somit als nationales Komitee innehalb des IRDR Netzwerkes.

RISK KAN

Das Risk KAN – Knowledge Action Network on Emergent Risks and Extreme Events – ist ein Netzwerk, welches sich zum Ziel gesetzt hat, internationale Akteur:innen aus dem Bereich der Katastrophenforschung und -bewältigung zusammenzubringen und die Möglichkeit zu schaffen, von den unterschiedlichen Expertisen zu profitieren. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, das Katastrophenrisiko durch den Klimawandel zu senken und Forschungsschwerpunkte für dieses zu identifizieren. Ferner soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und NGOs durch die unterschiedlichen Mitglieder intensiviert werden.

Das DKKV ist Mitglied im Risk KAN und Benni Thiebes ist zusätzlich als Geschäftsführer des DKKV Teil einer Arbeitsgruppe zu Frühwarnsystemen.

UNFCCC

Das UNFCCC Ist das Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen. Das Sekretariat arbeitet darauf hin, das festgelegte Ziel, die Treibhauskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu halten, auf dem eine gefährliche Störung des Klimasystems verhindert wird.
Das UNFCCC unterstützt unter anderem Verhandlungen zum Klimawandel, die Umsetzung des Kyoto-Protokolls und des Pariser Klimaabkommens. Das Sekretariat unterstützt Regierungen und Institutionen ferner bei der Entwicklung von Techniken, die dazu beitragen können, die Widerstandsfähigkeit gegen die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu erhöhen.

Das DKKV hält einen Beobachterstatus inne, welches DKKV-Vertreter:innen regelmäßig nutzen um an der UN-Klimakonferenz teilzunehmen und davon zu berichten.

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